Neues vom EV Landshut

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    • Neues vom EV Landshut

      Saisonauftakt in der 2. Eishockey-Bundesliga
      Die Landshut Cannibals stehen vor
      dem ersten Heimspiel mächtig unter Strom

      Heute um 19.30 Uhr sind die Moskitos aus Essen zu Gast – Am Sonntag geht’s nach Wolfsburg
      Die Herbstluft vibriert rund um das Eisstadion am Gutenbergweg. Nur noch ein paar Stunden bis zum ersten Saisonspiel in der 2. Eishockey-Bundesliga. Die Spieler der Landshut Cannibals sind schon ein bisserl nervös vor dem ersten „richtigen“ Match, schließlich geht es am heutigen Freitag endlich wieder um was gegen die Moskitos aus Essen (19.30 Uhr, Eisstadion).
      Selbst würden die gestandenen Cracks das zwar nie wirklich zugeben, aber Trainer Dany Naud lässt einen kleinen Blick in die sensible Spieler-Seele zu: „Klar ist der eine oder andere richtig nervös. Nach fünf Wochen Vorbereitung wollen die Jungs jetzt endlich loslegen. Und ein gelungener Saisonstart würde uns schon gut tun.“
      Ob Essen ein dankbarer Gegner für eine Packung Psycho-Power ist? Die Moskitos hatten eine rabenschwarze Saison 2005/06. Das Halbfinale war anvisiert, doch die hochschwebende Traumblase zerplatzte gnadenlos an der bitteren Realität. Am Ende befand man sich im knallharten Abstiegskampf wider. Erst ein 4:3-Sieg gegen den EC Bad Tölz in allerletzter Minute rettete die fast vertrockneten Schnacken vor dem Fall in die Oberliga. Jetzt soll in Essen alles anders werden, alles besser. Nach der Misere bauten die Moskitos die Mannschaft komplett um. Zwei Ex-Landshuter sind nun für die Rolle der Führungsspieler vorgesehen: Verteidiger Aki Tuominen und „Zaubermaus“ Conny Strömberg gelten bei den Essenern ebenso wie die Stürmer Dean Beuker und Tyson Mulock als Hoffnungsträger. Mit ihnen will man diese Saison unbedingt den Playoff-Einzug schaffen – alles andere wäre eine herbe Enttäuschung. Es ist also zu vermuten, dass die Moskitos aus Essen den Kannibalen schon den einen oder anderen empfindlichen Stich verpassen möchten. Allerdings hat das Team um Trainer Jari Pasanen in den acht Testspielen noch nicht wirklich überzeugen können. Die Schwachstellen liegen vor allem in der Abwehr, da die jungen Verteidiger noch recht grünschnäblig zu Werke gehen. Aber auch Torwart Peter Aubry scheint noch nicht ganz auf seiner Leistungshöhe angekommen zu sein. Das 1:11 gegen Bremerhaven spricht Bände.
      Landshuts Trainer Dany Naud bleibt aber vorsichtig: „Man kann die Moskitos noch gar nicht genau einschätzen. Daher werden wir uns verhalten wie bei einem Boxkampf: Im ersten Drittel lassen wir den Gegner kommen und schauen, was er so macht. Im zweiten werden wir darauf reagieren und im dritten Durchgang hoffentlich zum finalen K.o.-Schlag ausholen.“ Die Man-Power für diese Taktik hat Dany Naud allemal. Bis auf den langzeitverletzten Max Brandl sind alle Spieler topfit, die Reihen stehen. Auch Neustürmer Jaakko Hagelberg hat seinen Platz gefunden: Naud wird den 23-jährigen Finnen – wie bereits gegen den SC Riessersee – neben Zdislaw Zareba und Markus Welz aufs Eis schicken. „Er hat mir zwar auch mit Thomas Schinko und Markus Hundhammer gut gefallen, aber im Training haben wir jetzt immer dies Variante gespielt“, erklärt der Cannibals-Coach.
      Besonders motiviert sein dürfte Landshuts Eric Houde. Der Kanadier war vergangene Saison einer der wenigen überzeugenden Akteure in Essen, bevor ihn LES-Manager Bernd Trunschka nach Landshut holte.
      Am Sonntag geht's dann quer durch Deutschland hinauf bis nach Wolfsburg zu den Grizzly Adams. Trainer Toni Krinner hat auch dieses Jahr hohe Erwartungen zu erfüllen. In Wolfsburg will man wieder um den Titel mitspielen. Großsponsor VW stellte bereits ausreichend Mittel zur Verfügung, so dass eine meisterschafts-verdächtige Mannschaft zusammengestellt werden konnte. Landshuts Coach Danny Naud bringt es auf den Punkt: „Ein verdam'mt harter Gegner gleich im ersten Auswärtsspiel.“ Auf der gegnerischen Seite wird Max Seyller lauern, höchst motiviert, seinen ehemaligen Verein mit einem Tor zu begrüßen. Der Ex-Kannibale wechselte diese Saison von DEL-Aufsteiger Straubing Tigers zu den Grizzlies. Mit Jan Münster im Tor, Alexander Genze als Linksverteidiger und Andrej Kaufmann als Linksaußen treffen die Cannibals auf drei weitere Ex-Kollegen. Spielbeginn in Wolfsburg ist um 18.30 Uhr.
      Landshut Cannibals: Cinibulk (Horneber), St. Croix, Schwarz, Geipel, Bronilla, Prommersberger, Toupal, Gumplinger, Daschner, Bote, Schwarzkugler, Schinko, Popp, Hundhammer, Pell, Welz, Zareba, Hagelberg, Daffner, Guidarelli, Fauser, Houde. – Moskitos Essen: Aubry (Reimer), Tuominen, Schopper, Dietrich, Busch, Willaschek, Guggemos, Havlik, Schadewaldt, Beuker, Kruminsch, Puhakka, Richter, Reinke, Stähle, Mulock, Strömberg, Heine, Liesegang, Müller, Gosdeck. – Wolfsburg: Münster (Agricola), Genze, Gödtel, Danner, Brüggemann, Pudlick, Schneider, Beslagic, Wilhelm, Seyller, Regan, Simon, Wietfeldt, Callander, Kosick, Henrich, Zurek, Wikström, Geisberger, Kaufmann.-as-

      quelle: Allgemeine Laber Zeitung

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    • RE: Neues von den Landshut Cannibals

      16.09.2006: Cannibals ziehen den Moskitos mühsam den Stachel und schlagen in Überzahl zurück

      Das war eine zähe Angelegenheit - aber immerhin gab's ein Happy End: Die Landshut Cannibals bezwangen am Freitagabend vor 2010 Zuschauern im Stadion am Gutenbergweg zum Start in die neue Saison der 2. Eishockey-Bundesliga die Moskitos Essen mit 4:2 (0:0, 1:1, 3:1) Treffern.
      Am Sonntag müssen die Rot-Weißen eine ungleich härtere Nuss knacken. Und zwar beim selbsternannten Titelaspiranten Grizzly Adams Wolfsburg.

      Um es vorweg zu nehmen: Für Ästheten war der Aufgalopp in die neue Zweitligarunde nur bedingt tauglich. Manche Aktionen der Kannibalen waren zwar schön anzusehen, unterm Strich waren sie freilich brotlose Kunst. Die Moskitos fuhren dagegen gleich ihre Stacheln aus , häufig jedoch nicht regelkonform und deshalb wanderten sie reihenweise auf das "Sünderbänklein". Nur wussten die Hausherren zunächst mit der nummerischen Überlegenheit selbst in 5:3-Situationen herzlich wenig anzufangen, sie wirkten bieder und brav. T.J. Guidarelli (7. Minute), Rich Bronilla (9.), Andi Geipel (9.) und Thomas Schinko (12.) scheiterten an Keeper Peter Aubry, Markus Welz knallte in aussichtsreicher Position über den Kasten. Als sich dann die Landshuter ein paar Strafminuten leisteten brannte es lichterloh in ihrem Verteidigungsdrittel. Bloß gut, dass der souveräne Goalie Martin Cinibulk einen Hammer von Aki Tuominen entschärfte, gegen Tyson Mulock sowie Lars Müller glänzend reagierte und Boris Lingemann den Pfosten anvisierte.


      Im zweiten Abschnitt ging's - nicht nur aus Landshuter Blickwinkel - wenig effizient weiter. Die Stockfehler summierten sich auf beiden Seiten über die Maße, und irgendwann brandete Jubel auf der Tribüne auf. Wie aus heiterem Himmel gelang Zdzislaw Zareba auf Zuspiel von Kamil Toupal Andi Geipel mit einem abgefälschten Schlenzer das 1:0 (28.). Ruhe kehrte trotzdem nicht ins Spiel der Niederbayern ein. Im Gegenteil: Sie bettelten förmlich um den Ausgleich, doch die Essener zierten sich vorerst noch und versiebten selbst aus kürzester Distanz glasklare Chancen. Jedenfalls bis zur 35. Minute: Dann ließ sich Boris Lingemann nicht zweimal bitten und netzte zum verdienten 1:1 ein. Einem Ordner der Kannibalen schwante zu diesem Zeitpunkt nichts Gutes. Er verteilte auf der Pressetribüne schon Mal Handzettel zum Thema "Regelung für das Penaltyschießen zur Ermittlung eines Siegers".


      So weit kam's dann aber nicht. Denn bei den Moskitos schwanden die Kräfte, die Strafzeiten für Klammern und Halten häuften sich - und die Hausherren hatten im Powerplay leichtes Spiel: Thomas Daffner erzielte nach feiern Vorarbeit des jungen Stephan Daschner das 2:1 (43.), und Eric Houde packte per Nachschuss das 3:1 (48.) drauf. Prickeln wurde es nochmal nach dem 3:2 (52.) vom Ex-Landshuter Aki Tuominen. Doch nach einem gestochen scharfen Konter über Zdzislaw Zareba und Thomas Daffner zerstreute T.J. Guidarelli mit seinem ersten Punktspieltreffer für die Cannibals zum 4:2 (58.) alle Zweifel über den späteren Sieger. Für den Anfang gilt: Ende gut, alles gut.



      Landshut Cannibals: Cinibulk; Schwarz, Bronilla, Geipel, Toupal, St. Croix, Prommersberger, Daschner: Daffner, Houde, Guidarelli, Welz, Zareba, Hagelberg, Schinko, Popp, Hundhammer, Fauser, Bote, Pell, - Moskitos Essen: Aubry; Tuominen, Schopper, Dietrich, Busch, Willaschek, Guggemos, Havlik, Schadewaldt; Beuker, Kruminsch, Puhakka, Richter, Reinke, Mulock, Strömberg, Heine, Lingemann, Müller, Gosdeck. - Tore: 1:0 (28.) Zareba (Toupal/Geipel), 1:1 (35.) Lingemann (Strömberg), 2:1 (43.) Daffner (Daschner), 3:1 (48.) Houde (Guidarelli/Daffner), 3:2 (52.) Tuominen (Lingemann/Strömberg), 4:2 (58.) Guidarelli (Zareba/Daffner). - Strafminuten: Landshut Cannibals 16, Moskitos Essen 24. - Schiedsrichter: Daniel Piechaczek (Ottobrunn). - Zuschauer: 2010.


      la-cannibals.com
    • RE: Neues von den Landshut Cannibals

      17.09.2006: Cannibals unterliegen den Grizzly Adams mit 3:4 (1:1, 1:2. 1:1)
      Die Landshut Cannibals haben bei ihrem ersten Auswärtsspiel der Saison 2006/07 beim EHC Wolfsburg eine gute Leistung abgeliefert, mussten am Ende aber doch als Verlierer das Eis der neuen EisArena verlassen.
      Dabei starteten Kamil Toupal und Co. mit einem Paukenschlag in die Partie bei den Grizzly Adams: Jaakko Hagelberg erzielte in der 2. Spielminute nicht nur im Break nach Pass von Kamil Toupal sein erstes Pflichtspieltor für die Dreihelmenstädter, sondern auch den ersten Treffer in der mit rund 3300 Zuschauern gut gefüllten neuen Wolfsburger EisArena. Die favorisierten Gastgeber konterten jedoch umgehend und kamen durch Tim Regan in der fünften Minuten zum 1:1. Bitter für die Naud-Schützlinge: Es war ein Unterzahltor des EHC, da Herbert Geisberger just in dem Moment auf dem Sünderbankerl schmorte. Die Grizzlies nach dem Ausgleich gegenüber den Anfangsminuten zwar verbessert, scheiterten in der Folge aber mehrmals an Martin Cinibulk. Auf der anderen Seite zeigte sich Seamus Kotyk unter anderem gegen Markus Hundhammer auf dem Posten, so dass es mit einem insgesamt leistungsgerechten 1:1 erstmals in die Kabinen ging.

      Im Mittelabschnitt überschlugen sich erst einmal die Ereignisse: Erneut Tim Regan sorgte in der 26. Minute für die erstmalige Führung des EHC, Eric Houde glich nur gut eine Minute später zum 2:2 aus, ehe Mattias Wikström in der 28. Spielminute das 3:2 drauf setzte. Beide Goalies konnten in der Folge ihre Klasse beweisen - Seamus Kotyk war nacheinander gegen Eric Houde und Markus Hundhammer auf dem Posten und Martin Cinibulk rettete in höchster Not gegen den Ex-Kannibalen Andrej Kaufmann. Mit einem knappen 3:2-Vorsprung für die Gastgeber ging's zum zweiten Pausentee.

      Im Schlussabschnitt ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Heimischen, denn Christoph Wietfeldt erzielte in der 53. Spielminute im Powerplay das 4:2. Die Cannibals konnten durch Rich Bronilla (54. Minute) zwar noch zum 4:3 verkürzen, der Ausgleich wollte dann aber doch nicht mehr gelingen - erfolglos somit auch der Versuch von Dany Naud, in den Schluss-Sekunden Martin Cinibulk durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen.

      Torfolge:
      0:1 (01:06) Hagelberg (Toupal, Cinibulk)
      1:1 (04:58 ) Regan (Kosick, Brüggemann)
      2:1 (25:09) Regan (Kosick, Brüggemann)
      2:2 (26:48 ) Houde (Daffner, Geipel)
      3:2 (27:39) Wikström (Geisberger, Kaufmann)
      4:2 (52:36) Wietfeldt (Pudlick, Simon)
      4:3 (53:34) Bronilla (Guidarelli, Daffner)


      la-cannibals.com
    • 20.09.2006: Cannibals flirten mit Alexander Serikow

      Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche, nun ist es offiziell: Die Landshut Cannibals bemühen sich um eine Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers Alexander Serikow.
      Wie Manager Bernd Truntschka am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumen des Sponsors "LaVita" bestätigte, hat der 31-Jährige seit einer Woche ein unterschriftsreifes Vertragsangebot des Eishockey-Zweitligisten vorliegen. Noch zögert Serikow freilich mit der Zusage - und das hat durchaus einen nachvollziehbaren Grund.

      Der Kontrakt ist nämlich mit Fug und Recht als ungewöhnlich zu bezeichnen. "Alexander Serikow würde von uns nur von Spiel zu Spiel bezahlt werden. Das heißt: Wenn er eingesetzt wird, erhält er Geld - ansonsten eben nicht", erklärt Bernd Truntschka. Der LES-Geschäftsführer will das als eine Vorsichtsmaßnahme verstanden wissen. "Der Alex war in den vergangenen zehn Monaten fast ständig verletzt und hat kaum Eishockey gespielt."

      Mit anderen Worten: Die Landshuter zweifeln an der dauerhaften körperlichen Leistungsfährigkeit des Routiniers und wollen sich durch einen jederzeit kündbaren Vertrag gegen einen kostspieligen langfristigen Ausfall absichern. Das finanzielle Risiko würde also minimiert. Andererseits wäre eine derartige Vereinbarung auch für die Cannibals ein Unsicherheitsfaktor. "Es ist bekannt, dass Alexander Serikow nach wie vor mit einem DEL-Engagement liebäugelt. Wir würden ihm deshalb eine Ausstiegsklausel zugestehen", sagt Bernd Truntschka. In der Praxis hieße das wohl: Findet Serikow zu seiner Bestform, werden gut dotierte DEL-Angebote nicht lange auf sich warten lassen. Und die LES müsste vermutlich während der Saison einen Leistungsträger ziehen lassen.

      Trotzdem: Coach Dany Naud würde sich freuen, wenn Alexander Serikow schon bald im Kannibalen-Dress auflaufen würde. "Er wäre eine Verstärkung und könnte uns, obwohl er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, sofort weiterhelfen." Naud muss es beurteilen können, schließlich trainiert Serikow seit geraumer Zeit als "Gast" bei seinem Heimatverein mit. Als "gutes Zeichen" wertet LES-Pressesprecher Eckard Schindler, dass Serikow "schon ein Kabinenfest angekündigt hat. Vielleicht ist das ja als Einstand gedacht". Die nächsten Tage könnten diesbezüglich mehr Klarheit bringen.

      Mit dem Start in die neue Zweitliga-Runde ist Dany Naud insgesamt zufrieden. "Drei Punkte sind ganz o.k., auch wenn wir in Wolfsburg gern gewonnen hätten." Gut gefallen haben dem Kanadier gegen Essen das Powerplay - "30 Prozent Erfolgsquote sind sehr ordentlich" - und generell das Unterzahlspiel seiner Mannschaft. "Hier liegen wir bei 90 Prozent, das ist beinahe optimal."

      Ein Manko sei dagegen die mangelnde Konzentration zu Spielbeginn. "Wir warten zu sehr ab und müssen anscheinend immer erst ein Gegentor kriegen, um wach zu werden. Wenn wir es schaffen, 60 Minuten Vollgas zu geben, können wir auch gegen Spitzenteams wie Wolfsburg oder Regensburg gewinnen." Für das Derby bei den Eisbären, das am Freitag über die Bühne geht, haben sich die Rot-Weißen viel vorgenommen: "Die Partien gegen Regensburg sind immer etwas Besonderes. Der EVR ist ein Spitzenteam, das wir gerne schlagen würden", schickt Center Markus Hundhammer schon mal eine Kampfansage Richtung Oberpfalz.

      Verzichten müssen die Niederbayern dann noch auf den am Knie verletzten Youngster Max Brandl. Doch der Stürmer befindet sich nach seinem Innenbandriss auf dem Weg der Besserung. "Er hat bereits mit einer Spezialschiene trainiert und könnte in zwei Wochen sein Comeback feiern", hofft Dany Naud auf eine schnelle Rückkehr des talentierten Angreifers. -jv-

      la-cannibals.de
      Straubing Tigers - Die Macht an der Donau
    • Die Landshut Cannibals sind noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden und haben sich mit sofortiger Wirkung die Dienste von Alexander Serikow gesichert.
      Der am 23. Juni 1975 in Landshut geborene Angreifer stand zuletzt für die Kassel Huskies auf dem Eis, kam dabei in der abgelaufenen Saison aber auf nur 17 Spiele, in denen er je zwei Treffer und Assists verbuchte. In seiner langjährigen Erstliga-/DEL- Karriere lief Serikow für Mannheim, München, Kassel und Hannover auf, absolvierte an die 60 Länderspiele für den DEB und konnte vier Deutsche Meisterschaften feiern. Der 183 cm große und 78 kg schwere Linksschütze unterzeichnete heute einen Einjahres-Vertrag und steht Coach Dany Naud somit bereits am kommenden Freitag beim Gastspiel in Regensburg zur Verfügung.

      la-cannibals.de
      Was sollen denn diese ... für Clowns sein? Denen könnte maximal ein dt. Pass zu einem Probetraining in Passau verhelfen, aber das war's dann auch schon...
    • Cannibals heute in Regensburg

      Kannibalen-Manager hebt die Messlatte nach der Verpflichtung von Alexander Serikow merklich an
      Bernd Truntschka: „Müssen uns vor keinem Gegner verstecken und den Titel anstreben“
      Heute um 20 Uhr Derby in Regensburg – Am Sonntag kommen die Schwenninger Wild Wings
      Schluss mit dem Tiefstapeln: Die Landshut Cannibals formulieren in der 2. Eishockey-Bundesliga ab sofort höhere Ansprüche. „Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken“, schickt Manager Bernd Truntschka eine Kampfansage an die Konkurrenz. Schon heute müssen die Niederbayern ihren Worten Taten folgen lassen. Schließlich steht ab 20 Uhr das Derby bei Spitzenreiter Eisbären Regensburg an. Am Sonntag um 18 Uhr ist gegen die Schwenninger Wild Wings dann ein „Dreier“ auf alle Fälle Pflicht.
      Spätestens nach der Verpflichtung von Ex-Nationalstürmer Alexander Serikow erscheint den LES-Oberen das bisher ausgegebene Minimalziel „Playoff-Einzug“ zu niedrig gegriffen. „Jeder Spieler muss den Titel anstreben. Das Team steht nun in der Pflicht, denn wir sind ins Risiko gegangen und haben den wohl stärksten Kader seit dem DEL-Ausstieg zusammengestellt“, spricht Truntschka Klartext: „Es kann weder mein eigener Anspruch noch der des Vereins sein, dauerhaft in der 2. Liga herumzudümpeln.“
      Ab sofort wird am Gutenbergweg also ein rauerer Wind wehen: „Einige Spieler müssen nun aus ihrer Komfortecke kommen und sich neu beweisen. Angesichts von 15 Stürmern und acht Verteidigern im Kader ist der interne Kampf um die Stammplätze voll entbrannt. Und Youngster wie Gerrit Fauser oder Stephan Daschner werden den Etablierten richtig Feuer geben. Wer Eiszeit oder gar einen neuen Vertrag will, der muss sich durch Leistung dafür empfehlen“, erhöht Truntschka den Druck auf sein Personal.
      Eine konkrete Vorgabe vermeidet der LES-Manager zwar: „Ich möchte das nicht an einem Platz fest machen.“ Doch zumindest Doppelrunden-Rang vier und dann der Einzug ins Halbfinale dürfen es schon sein. „Ich halte nichts davon, weiter nur vom Playoff-Einzug zu schwafeln. Wir müssen uns ehrgeizige Ziele stecken. Wenn wir es dann nicht schaffen sollten, ist das auch kein Drama – vorausgesetzt, wir haben immer alles gegeben.
      Ihre Ambitionen untermauern können die Kannibalen bereits heute Abend in Regensburg. „Die Eisbären sind nominell nicht besser besetzt als wir“, rechnet sich Bernd Truntschka beim aktuellen Tabellenführer durchaus Siegchancen aus. Allerdings sind die Oberpfälzer bereits in ausgezeichneter Verfassung. Nach den beiden Ligasiegen in München (5:3) und gegen Aufsteiger Landsberg (7:3) gelang der Truppe von Trainer Peter Draisaitl am Dienstag der große Coup. In einem echten Eishockey-Krimi warfen die Oberpfälzer trotz dreimaligem Rückstand den hohen Favoriten ERC Ingolstadt mit 6:5 nach Penaltyschießen aus dem DEB-Pokal und dürfen sich nun aufs lukrative Zweitrunden-Duell mit dem ungeliebten Nachbarn und DEL-Neuling Straubing Tigers freuen.
      Viele Experten sehen in den Eisbären ohnehin einen heißen Aufstiegskandidaten. Zwar hat der wohl beste Zweitliga-Verteidiger Martin Ancicka den Club Richtung Mannheim verlassen, doch in Shayne Wright haben die Domstädter hochkarätigen Ersatz gefunden. Ebenfalls neu im Team ist Ex-Nationalspieler Christian Franz sowie Schweden-Import Andreas Moborg. Oliver Bernhardt dagegen wird aufgrund einer Schulterverletzung vermutlich ausfallen. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Jason Miller. Doch auch ohne den DEL-erfahrenen Torjäger verfügen die Regensburger über einen brandgefährlichen Angriff. Ervin Masek, Mark Woolf, David Cermak, Niklas Hede oder Brent Gauvreau werden schon dafür sorgen, dass es der Landshuter Abwehr heute nicht langweilig wird.
      Zum Kreis der Geheimfavoriten gehören die Schwenninger Wild Wings, die am Sonntag am Gutenbergweg aufkreuzen. Der Halbfinalist der vergangenen Saison hat unter Trainer Bernhard Kaminski die zuvor oft unzulängliche Defensivarbeit deutlich verbessert und gilt in der Liga als unbequemer Gegner. Kein Wunder, denn der SERC verfügt über eine Reihe abgezockter Profis, die an einem guten Tag noch immer ein Spiel im Alleingang entscheiden können. Das gilt für die Stürmer Steve Junker, Dustin Whitecotton, Jason DeLeurme oder Patrick Grandmaitre ebenso wie für Verteidiger Brad Bergen oder Keeper „Hugo“ Haas. Trotzdem: Ein Heimsieg ist für die Landshut Cannibals allemal Pflicht. Denn wer ganz oben mitmischen will, der darf sich zumindest in eigener Halle kaum eine Blöße geben.
      Landshut Cannibals: Cinibulk (Horneber); Geipel, Toupal, Schwarz, Bronilla, St. Croix, Prommersberger, Daschner, Gumplinger; Serikow, Houde, Daffner, Guidarelli, Zareba, Hagelberg, Welz, Hundhammer, Schinko, Popp, Pell, Fauser, Bote, Schwarzkugler. – Eisbären Regensburg: Janka (Guryca); Moborg, MacNevin, Holzer, Wright, Dotzler, Franz; Woolf, Hede, Driendl, Gauvreau, Gerike, Masek, Thoma, Selea, Schmidle, Cermak, Albrecht, Feistl, Huber (Miller). – Schwenninger Wild Wings: Haas (Krüger); Vasicek, Schütz, Bergen, Auger, Hassan, Bares, Koch, Kubik; Whitecotton, Junker, DeLeurme, Grandmaitre, Stöhr, Schulz, Frosch, Hoffmann, Schröder, Zappe, Hinterstocker, Kreitl, Kohn, Rais.

      quelle: Allgemeine Laber Zeitung
    • Landshut gewinnt gegen die Huskies

      2612 Zuschauer am Sonntagabend in der Eissporthalle am Gutenbergweg begeistert:
      Cannibals spannen mit bislang bester Saisonleistung die Schlittenhunde aus
      Landshuter ringen DEL-Absteiger Kassel verdientermaßen mit 4:3 nach Penaltyschießen nieder
      Die Landshut Cannibals nehmen in der 2. Eishockey-Bundesliga Kurs auf die Tabellenspitze. Am Sonntagabend rangen die Dreihelmenstädter in einem gutklassigen und jederzeit spannenden Match den Meisterschaftsfavoriten und DEL-Absteiger Kassel Huskies verdientermaßen mit 4:3 (2:1,1:1, 0:1/0:0, 1:0) nach Penaltyschießen nieder. Dabei zeigten Kamil Toupal und Co. vor 2612 begeisterten Fans ihre beste Saisonleistung.
      Besonders bemerkenswert: Ab der 56. Minute mussten die Rot-Weißen ohne drei gelernte Mittelstürmer auskommen. Neben Max Brandl standen nämlich auch Eric Houde (Sprunggelenksprellung Ende des ersten Drittels) sowie Markus Hundhammer (Disziplinarstrafe) nicht mehr zur Verfügung. Mit aufopferungsvollem Kampf machten die Kannibalen aber auch dieses Handicap wett und dürfen deswegen doppelt stolz auf ihren Erfolg über die Huskies sein.
      Dabei wurden die Kannibalen gleich eiskalt erwischt. Gerade einmal 35 Sekunden waren gespielt, da ließ Goalie Martin Cinibulk einen eher harmlosen Schuss von Manuel Klinge zum 0:1 in den Kasten rutschen. Doch die Landshuter waren von diesem Fehlstart nur kurz geschockt. Dann legten die Hausherren beherzt den Vorwärtsgang ein. Alex Serikow und Eric Houde brachten die Scheibe aber nicht an Kassels Torhüter Sebastian Elwing vorbei. Dafür klappte es in der achten Minute: T.J. Guidarelli überlistete Elwing mit einem Schlenzer ins kurze Eck.
      Das gab den Rot-Weißen Auftrieb, die sich nun ein optisches Übergewicht erarbeiteten. Im Powerplay verpassten nacheinander Rich Bronilla und Thomas Daffner. Auf der anderen Seite rettete Martin Cinibulk gegen Drew Bannister und Justin Harney. Insgesamt blieben die Landshuter in diesem gutklassigen Match freilich das aktivere Team. Und das zahlte sich rasch aus, denn Zdzislaw Zareba nutzte einen kapitalen Schnitzer der Huskie-Abwehr zum 2:1 (17.). Wenig später allerdings ein Dämpfer für die Dreihelmenstädter: Torjäger Eric Houde zog sich bei einem Zweikampf eine Prellung des Sprunggelenks zu und musste ausscheiden. Seinen Platz als Center der Paradereihe nahm Robert Pell ein.
      Im zweiten Abschnitt ließen es beide Teams zunächst etwas ruhiger angehen. Doch schon bald zogen die Kannibalen die Zügel an. Markus Hundhammer scheiterte zwar noch frei stehend an Sebastian Elwing, nach einer halben Stunde schlugen die Gastgeber aber zum dritten Mal zu. Zdzislaw Zareba lenkte im Powerplay eine scharfe Hereingabe von Markus Hundhammer unhaltbar für Elwing ins Netz. Danach brachten sich die Niederbayern mit einigen unnötigen Strafen selbst in Not. Allerdings überstanden sie eine 3:5-Unterzahl mit viel Einsatz und dank Martin Cinibulk unbeschadet, profitierten freilich auch von einem völlig überflüssigen Stockfoul Steve Palmers, der dadurch seinem Team diesen Riesenvorteil nahm. Trotzdem schafften die Huskies den Anschluss: Mike Pellegrims verkürzte mit einem verdeckten, abgefälschten Schuss auf 2:3. Die Huskies hatten offensichtlich die größeren Kraftreserven und diktierten im Schlussdrittel das Geschehen. Zwar wehrten sich die Landshuter mit dem Mut der Verzweiflung, doch in der 53. Minute war’s passiert. In Überzahl bugsierte Justin Harney die Scheibe im Nachsetzen zum 3:3 über die Linie. Damit gab sich Kassel freilich nicht zufrieden, sondern drängte massiv auf die Entscheidung. Doch die verbissen fightenden Cannibals retteten das Remis über die Zeit und erzwangen so eine Verlängerung. Dort verpasste zunächst Alex Serikow das „Goldene Tor“, denn sein Break war bei Sebastian Elwing beendet. Dann hatten die Huskies dank Schiri Kleiner, der eine mehr als zweifelhafte Strafe gegen Chris St. Croix verhängte, die Chance, im Powerplay alles klar zu machen. Doch die Kannibalen überstanden auch diese brenzlige Situation ohne Gegentreffer.
      Das Penaltyschießen musste also über die Verteilung des Zusatzpunkts entscheiden. Und diesmal hatten die Landshuter in dieser Disziplin die besseren Karten. Jaakko Hagelberg und vor allem T.J. Guidarelli verwandelten souverän, während Martin Cinibulk gegen Mike Pellegrims, Steve Palmer, Ryan Kraft sowie Brad Burym parierte. Diese beiden Zähler hatten sich die Niederbayern aufgrund ihrer kämpferisch wie spielerisch bärenstarken Vorstellung auch redlich verdient.-jv-

      quelle: Allgemeine-Laber-Zeitung
    • Landshut triumphiert im Isar-Derby
      München verliert gegen die Cannibals mit 1:7



      Die «Superchance» (Trainer Gary Prior), neue Zuschauer fürs Münchner Eishockey zu gewinnen, vertan («wir müssen jetzt wieder ganz von vorne beginnen»), den bisherigen treuen Zuschauern einen Bärendienst erwiesen und fast wehrlos die Eishockeyvorherrschaft an der Isar den Gästen aus Landshut überlassen: Zum Wiesn-Ausklang brachen die Cracks des EHC München beim 1:7 (0:2, 1:4, 0:1) gegegn die Gäste aus Niederbayern förmlich zusammen.

      «Offenbar waren unsere Spieler noch im Nachmittagsschlaf» vermutete Münchnens Trainer Prior ob der frühen Anstosszeit auf der Ursachensuche. Vor zwei Tagen noch Sieger gegen den ehemaligen Spitzenreiter Bremerhaven, jetzt eine solche Leistung. «Das Eishockeyspielen können wir nicht in zwei Tagen verlernt haben», so der Coach, der insbesondere mit der unkonzentrierten Leistung seiner Aunsländer haderte. «Sie haben dann die ganze Mannschaft damit angesteckt!».

      So kam es nach einem von beiden Seiten intensiv geführten ersten Drittel zwei Sekunden vor Ende dieses Spielabschnitts wegen einer solchen Unkonzentriertheit zum Knackpunkt der Partie: Statt in eigener Überzahl noch vor dem Gang in die Kabine den Rückstand (6. Minute, Markus Welz) zu egalisieren, kassierten die Münchner das 0:2 durch Andreas Geipel. Geipel eröffnete auch den Landshuter Torreigen im Mitteldrittel (25. Minute). Markus Hundhammer (33.), Chris St. Croix (35.) und Zdislaw Zareba (38.) sorgten für einen beruhingende 6:1-Führung zum letzten Drittel. Brent Robinson hatte in der 28. Minute den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3 erzielt.

      Im Schlussabschnitt hatten sich die Gemüter nach einer größeren Rudelbildung im unmitelbaren Anschluss an das 1:6, aus der insbesondere der Münchner Andreas Kruck mit einer Spieldauerdisziplinastrafe als großer Verlierer vom Eis gehen musste, aufgrund des aussichtslosen Spielstands beruhigt, sahen die Zuschauer nur noch wenig Aufregendes. Alleine der Ex-Münchner T.J. Guidarelli sorgte mit seinem Treffer zum 7:1 zumindest bei den Landshuter Zuschauern nochmals für Stimmung. «Es war das beste Spiel der bisherigen Saison», sah Gästetrainer Danny Naud die Gründe für den Sieg insbesondere in der eigenen Stärke. Meine Mannschaft war heiss, alle Spieler«, freute er sich darüber, dass sein Team langsam zu einer Mannschaft zusammenwachse. Es sei für ihn heute schön gewesen zu sehen, wie die Dinge,die im Training geübt, im Spiel umgesetzt wurden und geklappt hätten.



      eishockey.info
    • Kantersieg in München

      7:1-Kantersieg am Dienstagnachmittag beim EHC München fiel leichter als erwartet
      Oktoberfestbesuch war für die Cannibals anstrengender als das Eishockeymatch
      Zweitligapartie in der Olympia-Eishalle war eigentlich schon nach dem ersten Drittel entschieden
      Die Landshut Cannibals sind in der 2. EIshockey-Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Am Dienstag feierten die Niederbayern einen 7:1 (2:0, 4:1, 1:0)-Kantersieg beim EHC München. In der Tabelle sind die Rot-Weißen nun schon Zweiter, allerdings punkt- und torgleich mit dem Vorjahres-Vizemeister REV Bremerhaven. Vom Überraschungsspitzenreiter EV Landsberg trennen das Verfolgerduo nur zwei Zähler.
      Das Derby in der Olympia-Eishalle war nur im ersten Drittel spannend. Danach hatten die Kannibalen leichtes Spiel, denn während bei den Gästen fast alles klappte, lief im Lager der Hausherren gar nichts mehr zusammen. Haarsträubende Aussetzer in der Abwehr, bedingt durch eklatantes taktisches Fehlverhalten und diskussionswürdige Entscheidungen des Trainers, stürzten die Münchner in ein Heim-Debakel, das sogar zweistellig hätte ausfallen können. Zum Glück für die Oberbayern schalteten die Dreihelmenstädter jedoch nach dem 6:1 und einer Massenkeilerei in der 38. Minute einige Gänge zurück und begnügten sich damit, den souveränen Erfolg verletzungsfrei nach Hause zu schaukeln.
      Nach einem solchen „Spaziergang“ hatte es in der Anfangsphase freilich nicht ausgesehen. Im Gegenteil: Die Cannibals hatten sogar mächtig Dusel, dass ein Schuss von Brent Robinson nach drei Minuten nur an den Pfosten klatschte. Im Stil einer Klassemannschaft sorgten die Niederbayern aber schnell für Ruhe, denn wenige Augenblicke nutzte Markus Welz ein Powerplay zum 0:1.
      Nun lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, wobei die Münchner bei zwei Überzahl-Gelegenheiten massiv auf den Ausgleich drängten. Kannibalen-Keeper Martin Cinibulk musste gegen Brent Robinson, Dylan Gyori, Robby Sandrock und Co. mehrfach seine ganze Klasse aufbieten, um seiner Truppe den knappen Vorsprung zu bewahren. Die Drangperiode des EHC war teuer erkauft, denn Coach Gary Prior ließ in diesen Situationen fast ausschließlich seine Paradereihe aufs Eis – und der ging mit zunehmender Spieldauer fast zwangsläufig der Dampf aus. Die wohl entscheidende Szene spielte sich bereits Sekunden vor Ende des ersten Drittels ab: In Unterzahl eroberte Thomas Schinko mit tollem Einsatz in der neutralen Zone die Scheibe, bediente den mitgelaufenen Andi Geipel, und der markierte mit einem trocken Schuss das 0:2.
      Von diesem Nackenschlag erholten sich die Münchner nicht mehr. Zumal erneut Andi Geipel kurz nach Wiederbeginn sogar das 0:3 draufsattelte. Ein wenig Hoffnung im EHC-Lager keimte nach Brent Robinsons Überzahltreffer zum 1:3 (28.) auf, doch mehr als ein kurzes Strohfeuer war das nicht. Die Oberbayern leisteten sich an diesem Nachmittag einfach zu viele Aussetzer in der Defensive, um den Kannibalen gefährlich werden zu können. Landshut nahm die Einladungen zum Toreschießen dankbar an: Markus Hundhammer, Chris St. Croix und Zdzislaw Zareba schraubten das Resultat bis zur 38. Minute auf 1:6.
      Durchaus verständlich, dass die Münchner Riesenfrust schoben. Eine Entschuldigung für die Entgleisung von Andreas Kruck kann dies aber nicht sein: Der Stürmer streckte unmittelbar vor dem 1:6 Kamil Toupal direkt vor der Landshuter Bank mit einem Ellbogencheck mitten ins Gesicht nieder. Toupal blieb benommen liegen, und bei den Cannibals herrschte nun heller Aufruhr. Alex Serikow wollte Kruck an die Wäsche, wurde aber von den Linesmen ausgebremst. Eine zünftige Rauferei vor der EHC-Spielerbank, an der sich auf Landshuter Seite Jaakko Hagelberg und Chris St. Croix besonders aktiv beteiligten, konnten die Unparteiischen aber nicht verhindern. Erfreulich für die Kannibalen: Hagelberg und St. Croix kamen ohne Spieldauerstrafen davon, Toupal konnte nach kurzer Behandlungspause weiterspielen. Dagegen war für Andreas Kruck der Arbeitstag korrekterweise vorzeitig beendet.
      Weitgehend ereignislos verlief das Schlussdrittel. Einziger Höhepunkt war das Tor von T.J. Guidarelli zum 1:7-Endstand, das von den Münchner Fans mit Galgenhumor aufgenommen wurde. Richtigen Spaß hatten hingegen die Landshuter, die ihren Sieg hinterher auf dem Oktoberfest feiern durften. Und da war’s sicherlich anstrengender als in der Olympia-Eishalle.-jv-

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    • Landshut verliert gegen Wolfsburg

      Nur ein kurzes Gastspiel an der Tabellenspitze der 2. Eishockey-Bundesliga
      Cannibals leisten sich zu viele Schnitzer
      und verzweifeln an „Hexer“ Chris Rogles
      Nach 3:4 gegen Wolfsburg hadert Trainer Dany Naud mit der Abschlussschwäche seiner Truppe
      Das war ein kurzes Gastspiel an der Spitze: Die Landshut Cannibals sind die Tabellenführung in der 2. Eishockey-Bundesliga wieder los. Am Sonntagabend kassierten die Niederbayern eine 3:4 (0:2, 2:2, 1:0)-Heimniederlage gegen den EHC Wolfsburg und gingen erstmals seit dem 17. September wieder ohne einen Zähler vom Eis.
      Die Nullrunde haben sich die Rot-Weißen selbst zuzuschreiben. Denn in der Defensive leisteten sich Kamil Toupal und Co. zu viele Patzer, die Wolfsburg ziemlich konsequent bestrafte. Es gab freilich auch Positives zu vermerken: Die Moral der Truppe ist intakt. Trotz frühen 0:3-Rückstands fighteten die Landshuter weiter und wären für ihre Aufholjagd fast belohnt worden.
      Kannibalen-Dompteur Dany Naud ging mit seiner Truppe daher auch nicht allzu hart ins Gericht: „Wir haben gekratzt, gekämpft und gebissen. Leider hat es nicht mehr ganz gereicht. Hätten wir unsere Chancen so genutzt wie die Wolfsburger, wäre es vielleicht andersrum ausgegangen. Insgesamt war das ein gutes, schnelles Spiel, das wir offen gestalten konnten.“
      Dass die Grizzlies ihren knappen Sieg über die Zeit retteten, hatten sie nicht zuletzt Chris Rogles zu verdanken. Der eben erst von einer langwierigen Verletzung genesene Torwart zeigte, dass er nach wie vor nichts von seiner Klasse verloren hat. Zusammen mit dem zweifachen Torschützen Eric Dylla, der sich bei seinem ehemaligen Arbeitgeber nachhaltig in Erinnerung rief, war Rogles der Matchwinner.
      Dabei hatte es anfangs nicht schlecht für die Kannibalen ausgesehen. Doch zweimal Thomas Schinko, Markus Hundhammer und Rich Bronilla konnten aus einer leichten optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Auf der anderen Seite war Martin Cinibulk gegen Mike Pudlick und Tim Regan auf dem Posten. In der 14. Minute gab’s für den Torhüter allerdings nichts zu halten. Andrej Kaufmann tanzte die Landshuter Abwehr aus und versenkte die Scheibe zum 0:1. Und es kam noch dicker für die Hausherren. Bei einem „Knaller“ von Mark Kosick rettete zwar noch der Pfosten für den bereits geschlagenen Martin Cinibulk, doch neun Sekunden vor der ersten Pause sattelten die Grizzlies das 0:2 drauf: Eric Dylla, der Mitte September seinen Heimatverein Richtung Niedersachsen verlassen hatte, fälschte im Powerplay einen Schuss von Elvis Beslagic unhaltbar für Martin Cinibulk ab.
      Als die Gäste direkt nach Wiederbeginn unter kräftiger Mithilfe Cinibulks, der Preston Callanders Hereingabe ins eigene Netz lenkte, auf 0:3 erhöhten, schien das Match gelaufen. Doch noch steckten die Cannibals nicht auf. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis verkürzte Thomas Daffner im Nachsetzen auf 1:3 und gab das Startsignal für einen Zwischenspurt. Rich Bronilla, Chris St. Croix und Alexander Serikow blieben gegen Chris Rogles jedoch nur zweiter Sieger. Wolfsburg blieb mit Kontern brandgefährlich. So musste Martin Cinibulk gegen den durchgebrochenen Mike Pudlick Kopf und Kragen riskieren, um seine Truppe vor weiterem Flurschaden zu bewahren.
      In der 29. Minute wurden die Dreihelmenstädter für ihren Offensivgeist belohnt. Andi Geipel jagte den Puck nach einem Fehler des ansonsten tadellosen Rogles per Direktabnahme in den Winkel. Nun lag der Ausgleich in der Luft, doch Zdzislaw Zareba zielte aus kürzester Distanz frei stehend über den Kasten. Die Grizzlies waren effektiver und nutzten eine weitere Unachtsamkeit in der Landshuter Defensive zum 2:4: Eric Dylla schaltete am schnellsten und bremste den Angriffswirbel seiner ehemaligen Kollegen jäh aus.
      Für die Moral der Rot-Weißen spricht, dass sie auch weiterhin unverdrossen anrannten. Das zahlte sich aus, denn Kamil Toupal brachte sein Team in der 47. Minute ins Match zurück. Der Kapitän verkürzte mit einem trockenen Schuss in Überzahl auf 3:4. Nun gerieten die Wolfsburger gewaltig ins Schwimmen. Markus Welz und Markus Hundhammer verzweifelten allerdings an „Teufelskerl“ Chris Rogles. Thomas Daffner fand ebenfalls im ehemaligenDEL-Starkeeper seinen Meister. Und weil Rogles auch in der hektischen Schlussphase den Durchblick hatte, blieben die wütenden Attacken der Kannibalen letztlich erfolglos.-jv-
      quelle: Allgemeine Laber Zeitung
    • Kamof und Krampf und ein Sieg

      Viel Kampf und Krampf, reichlich spielerische Defizite – und zum Schluss doch noch ein Happy End
      Cannibals halten biedere Steelers
      in Schach und ergattern auch den Bonuspunkt
      Landshuter bezwingen SC Bietigheim nach Penaltyschießen mit 3:2 – Am Sonntag in Weißwasser
      Das war ein hartes Stück Arbeit: In einem spielerisch zwar ziemlich niveauarmen, dafür aber kampfbetonten und jederzeit spannenden Match rangen die Landshut Cannibals den SC Bietigheim mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1/0:0, 1:0) nach Penaltyschießen nieder. Damit verbesserten sich die Niederbayern in der 2. Eishockey-Bundesliga auf den zweiten Rang, während die Steelers bereits zum dritten Mal in Serie im Shoot-out das Nachsehen hatten.
      Das in der Vergangenheit oft so packende Duell zwischen den Dreihelmenstädtern und den Schwaben hielt gestern nur sporadisch das, was sich die Fans von dieser Partie erhofft hatten. Bei den Landshutern machte sich die Umstellung der Sturmreihen nicht bezahlt, bei den Steelers war das Fehlen der beiden Topstürmer David Gosselin (gesperrt) und Terry Campbell (Rückenbeschwerden) nicht zu übersehen.
      Die Kannibalen hätten sich eigentlich schon in den ersten zehn Minuten einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten müssen. Aus vier Powerplays schlugen die Hausherren jedoch kein Kapital und hatten sogar Glück, dass Matthias Hart bei einem der wenigen Bietigheimer Entlastungsangriffe nur den Pfosten anvisierte. Das erste Mal richtig gefährlich wurden die Landshuter erst, als die Steelers wieder zu Fünft auf dem Eis standen. T.J. Guidarelli scheiterte aus kurzer Distanz jedoch am prächtig reagierenden Jason Elliott. Thomas Daffner blieb gegen den SC-Keeper ebenfalls nur zweiter Sieger. Und Gerrit Fauser zielte aus dem Gewühl Zentimeter am Kasten vorbei. Auf der anderen Seite musste Martin Cinibulk in der 18. Minute erneut die Hilfe des Gestänges bemühen: Gegen Petr Mares rettete die Latte für den bereits geschlagenen Kannibalen-Goalie.
      Im Mittelabschnitt tat sich zunächst herzlich wenig. Dann aber brachte ein Geniestreich von T.J. Guidarelli Farbe ins Spiel – und die Cannibals mit 1:0 in Front: Der quirlige Außen setzte sich energisch durch, servierte dem am langen Pfosten lauernden Zdzislaw Zareba die Scheibe millimetergenau, und der Center hatte aus einem knappen Meter Entfernung keine Mühe (29.). Allzu lang währte die Freude im Lager der Rot-Weißen nicht. Schon vier Minuten später meldeten sich die Steelers zurück. Wieder einmal passten Andi Geipel und Kamil Toupal hinten nicht auf, Christian Grosch stand völlig frei und bedankte sich mit dem 1:1. Nun wurde das bis dahin wenig berauschende Match unterhaltsamer. T.J. Guidarelli bediente nach einem Break den mitgelaufenen Thomas Daffner, doch der verpasste die Hereingabe. Im Gegenzug klärte Martin Cinibulk in höchster Not gegen Philipp Schlager und behielt auch im Duell mit dem sträflich freien Nick Smith die Oberhand.
      Martin Cinibulk konnte sich auch im Schlussabschnitt gleich auszeichnen. Der „Hexer“ pflückte einen verdeckten und deshalb brandgefährlichen Schuss von Alexandre Jacques sicher mit der Fanghand herunter. Dann legten die Kannibalen, allerdings begünstigt durch ein Powerplay, den Vorwärtsgang ein. Chris St. Croix scheiterte zweimal an Jason Eliott, der sich später jedoch zu einem Stockcheck gegen einen Landshuter Stürmer hinreißen ließ. Dieses Foul hatte gravierende Folgen, denn in Überzahl zog Chris St. Croix von der blauen Linie ab und jagte die Scheibe zum 2:1 in die Maschen (51.). Nun starteten die Steelers ihre Schlussoffensive. Und auch sie verwerteten eine Überzahlgelegenheit zum 2:2. Christian Grosch besorgte den durchaus leistungsgerechten Ausgleich. Thomas Daffner hatte direkt im Anschluss die Entscheidung auf dem Schläger, setzte die Scheibe aber knapp vorbei.
      In der fälligen Verlängerung tat sich nicht viel, so dass sich beide Teams im Penaltyschießen um den Zusatzpunkt streiten mussten. Und plötzlich entdeckten beide Mannschaften ihren Torriecher: Für die Kannibalen verwandelten Jaakko Hagelberg, Zdzislaw Zareba und Thomas Daffner souverän. Das reichte freilich (noch) nicht, denn die Steelers zogen durch Dirk Wrobel, Christian Grosch und Petr Mares nach. Der sechste Durchgang brachte dann die Entscheidung: Während Grosch an Martin Cinibulk scheiterte, behielt Alexander Serikow die Nerven, verlud Elliott und schob die Hartgummischeibe zum 3:2-Endstand ein. So spannend wie gestern sollten es die Niederbayern am Sonntagnachmittag um 17 Uhr bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser aber nicht machen.-jv-

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Cannibals unter Druck

      Cannibals sind im Derby gegen Eisbären Regensburg mächtig unter Druck
      Will sich Landshut im oberen Tabellendrittel behaupten, muss heute (19.30 Uhr) ein Sieg herWiedergutmachung ist angesagt: Die Landshut Cannibals wollen heute Abend (19.30 Uhr) mit einem Heimsieg im Ostbayern-Derby gegen die Eisbären Regensburg verlorenen Kredit bei den Fans zurück gewinnen. Auch aus sportlicher Sicht brauchen die Landshuter dringend einen Sieg, denn sonst droht in der 2. Eishockey-Bundesliga der Absturz ins Mittelmaß. Schon am Sonntag (18.30 Uhr) steht nämlich bei den Schwenninger Wild Wings eine ganz schwierige Auswärtsprüfung an.
      Nach den beiden dürftigen Vorstellungen gegen Landsberg und in Dresden stehen die Kannibalen nun unter verschärfter Beobachtung - und unter massivem Druck. Kampfgeist, Siegeswillen und volle Konzentration über die gesamten 60 Spielminuten sind das Mindeste, was Publikum und Vereins-Verantwortliche von Kamil Toupal und Co. erwarten. Eigentlich bloße Selbstverständlichkeiten. In den vergangenen Wochen allerdings gaben die völlig zurecht hoch eingeschätzten Landshuter speziell daheim allzu oft einen sicher scheinenden Vorsprung leichtsinnig-arrogant noch aus der Hand und verschenkten so etliche Punkte.
      Dass derart schwache Leistungen wie am vergangenen Wochenende die denkbar schlechteste Werbung für das auch aus finanziellen Gründen so wichtige Derby gegen Regensburg sind, ist ohnehin klar. Und so kann man im Interesse der LES nur hoffen, dass die Anhänger den Cannibals heute nicht die kalte Schulter zeigen, sondern sich im Stadion von der Mannschaft versöhnen lassen.
      Ob das den Landshutern gelingt, ist im Hinblick auf das Ergebnis sowieso fraglich. Denn die Eisbären zählen zum engsten Favoritenkreis und verfügen dementsprechend über eine hochkarätige Truppe. Prunkstück ist zweifellos der Sturm. Hier tummeln sich mit Topscorer Ervin Masek, Niklas Hede, Jason Miller, Brent Gauvreau, Mark Woolf oder David Cermak einige Ausnahmekönner, die jederzeit in der Lage sind ein Match allein zu entscheiden. Über große Offensivqualitäten verfügt auch Verteidiger Josh MacNevin, während die Torhüterposition bislang noch die Achillesferse der Oberpfälzer ist. 45 Gegentreffer mussten die sich im Kasten abwechselnden Jan Guryca, Markus Janka und Lukas Lang bereits einstecken. Entschieden zu viel für ein Team, das Meister werden möchte.
      Ihre Klasse stellten die Eisbären im DEB-Pokal schon eindrucksvoll unter Beweis, denn nach Triumphen über die in der DEL angesiedelten Lokalrivalen Ingolstadt und Straubing stehen die Regensburger bereits im Viertelfinale. Im grauen Liga-Alltag leisteten sich freilich auch die Oberpfälzer schon den einen oder anderen Ausrutscher. Deshalb liegen Kannibalen und Eisbären derzeit punkt- und torgleich auf den Rängen vier bzw. drei. Noch sind also beide Clubs im Soll, doch der Verlierer des direkten Duells müsste sich wohl fürs Erste aus der Spitzengruppe verabschieden.
      Dem ostbayerischen Duo dicht im Nacken sitzen unter anderem die Schwenninger Wild Wings. Zwar haben die „Schwäne“ vier Punkte weniger auf dem Konto, dafür jedoch das Nachholmatch gegen den EHC Wolfsburg in der Hinterhand. Wie eng die Liga ist, zeigt der Umstand, dass die Schwarzwälder momentan nur Neunter sind. Eine neuerliche Pleite im ungeliebten Bauchenbergstadion können sich die Cannibals also eigentlich nicht erlauben.
      Ähnlich wie die Kannibalen haben aber auch die Wild Wings bisher in eigener Halle geschwächelt. Erst ein „Dreier“ steht auf der Habenseite, allerdings gingen die Schützlinge von Coach Bernard Kaminski auch nur ein Mal ohne Zähler vom heimischen Eis. Sollten die Niederbayern am Sonntag wenigstens eine Verlängerung erzwingen, wären Dany Naud und Co. vermutlich nicht unzufrieden. Damit dieses Minimalziel erreicht wird, müssen die Landshuter vor allem auf die gefährlichen Angreifer um Steve Junker, Dustin Whitecotton, Dusan Frosch und Jason DeLeurme aufpassen. In dieser Hinsicht könnte den Kannibalen das intensive Zweikampftraining der vergangenen Tage hilfreich sein. Denn nur mit gesunder Härte sind die technisch versierten SERC-Routiniers in den Griff zu bekommen.
      Die Landshuter müssen an diesem richtungsweisenden Wochenende weiterhin auf ihren verletzten Verteidiger Chris St. Croix verzichten. Markus Hundhammer und Gerrit Fauser kehren dagegen in den Kader zurück, und auch der am Sprunggelenk lädierte Eric Houde wird erneut auflaufen. In Sachen Einstellung geht der verständlicherweise weit unter Normalform agierende Center also schon mal mit gutem Beispiel voran. In der aktuellen Lage ist das ein klares Signal an seine Kollegen.
      Landshut Cannibals: Cinibulk (Horneber); Toupal, Geipel, Schwarz, Bronilla, Daschner, Prommersberger, Gumplinger; Guidarelli, Zareba, Daffner, Hagelberg, Houde, Popp, Welz, Hundhammer, Schinko, Serikow, Brandl, Pell, Fauser. – Eisbären Regensburg: Guryca (Janka/Lang); MacNevin, Moborg, Holzer, Wright, Dotzler, Franz; Woolf, Miller, Masek, Gauvreau, Hede, Cermak, Driendl, Gerike, Feistl, Thoma, Selea, Schmidle, Huber, Albrecht. – Schwenninger Wild Wings: Haas (Krüger); Schütz, Bergen, Hassan, Auger, Bares, Koch, Kubik; Whitecotton, Junker, DeLeurme, Frosch, Grandmaitre, Zappe, Kreitl, Hinterstocker, Schröder, Kohn, Hoffmann, Schulz, Stöhr. -jv-

      quelle: Allgemeine Laber Zeitung
    • Zweite Begegnung mit den Fishtown Pingiuins: Eine bittere Pille nach einem furiosen Auftakt
      Cannibals blasen zum Sturm auf die Festung, doch auf der Zielgeraden geht die Puste aus
      Die Landshuter unterliegen in Bremerhaven mit 2:4 – Am Sonntag (18 Uhr) kommt EHC München
      Bittere Pille für die Landshut Cannibals: Am Freitagabend mussten sich die Niederbayern trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung beim Tabellenzweiten REV Bremerhaven mit 2:4 (1:0, 1:1, 0:3) geschlagen geben. Damit kassierten die Niederbayern in der 2. Eishockey-Bundesliga ihre dritte Auswärtsniederlage am Stück und fielen gleichzeitig auf den sechsten Tabellenplatz zurück.
      Dabei waren die Kannibalen gestern nah dran, die „Festung“ an der Nordsee zu stürmen. Konzentriert und zweikampfstark gingen die Rot-Weißen zu Werke und lagen bis zur 39. Minute völlig zurecht mit 2:0 vorne. Dann aber brachte eine Einzelleistung von Peter Boon die Fischtowner zurück ins Match. Und im Schlussabschnitt münzte der amtierende Vizemeister zwei Powerplay-Chancen eiskalt in die entscheidenden Treffer zum insgesamt schmeichelhaften 4:2-Erfolg um.
      Den Hausherren war anzumerken, dass sie sich unbedingt für die 3:5-Niederlage am Gutenbergweg revanchieren wollten. Sie legten los wie die Feuerwehr und besaßen schon in den ersten Minuten einige gute Chancen. Landshuts Keeper Martin Cinibulk war gegen Peter Boon und Alexander Janzen jedoch auf dem Posten. Als sich die Fischtowner wenig später eine Strafe einhandelten, schlugen die Kannibalen im Stil einer Klassemannschaft eiskalt zu. Kamil Toupals satter Schuss wurde von Markus Hundhammer noch abgefälscht. Für REV-Goalie Alfie Michaud gab’s deshalb nichts zu halten (3.).
      Dieser Treffer zeigte Wirkung bei den „Nordlichtern“. Gegen die kompakt in der Defensive stehenden Niederbayern blieben wirklich zwingende Aktionen Mangelware. Und wenn doch einmal ein Bremerhavener Angreifer gefährlich vor dem Gäste-Kasten auftauchte, war auf Martin Cinibulk Verlass. Die Cannibals verlegten sich ihrerseits aufs Kontern und hatten durchaus Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Eric Houde zog im Duell mit Michaud allerdings ebenso den Kürzeren wie der agile Zdzislaw Zareba und Thomas Daffner, der frei stehend am Torwart scheiterte.
      20 Sekunden nach der ersten Pause sattelten die Landshuter doch das 0:2 drauf. Wieder nutzten die Rot-Weißen ein Powerplay. Diesmal vollstreckte Kamil Toupal, der eine sehenswerte Kombination über T.J. Guidarelli und Thomas Daffner erfolgreich abschloss. Danach verflachte die bis dahin rasante Partie ein wenig. Beide Mannschaften neutralisierten sich nun gegenseitig, sodass Torszenen Seltenheitswert besaßen. Sowohl die Bremerhavener als auch die Kannibalen ließen eine doppelte Überzahl-Gelegenheit aus.
      In der 33. Minute hätte T.J. Guidarelli freilich für die Vorentscheidung sorgen können. Der von Zdzislaw Zareba glänzend frei gespielte Flügelflitzer hatte eigentlich das leere Tor vor sich. Im letzten Moment hechtete Alfie Michaud aber ins bedrohte Eck und hielt seine Truppe damit im Match. Richtig spannend wurde es, als den Fischtownern knapp vor dem zweiten Wechsel der Anschluss gelang: Peter Boon tanzte die Landshuter Verteidigung aus, verlud Martin Cinibulk und hob die Scheibe zum 1:2 in den Kasten.
      Logisch, dass die Pinguine nun Morgenluft witterten und im Schlussabschnitt massiv auf den Ausgleich drängten. Diese Anstrengungen wurden rasch belohnt, denn Marian Dejdar markierte in der 46. Minute im Powerplay das 2:2. Trotzdem hatten die Landshuter weiterhin alle Chancen, den „Dreier“ einzusacken. Rich Bronilla und Alexander Serikow scheiterten aber jeweils aus kurzer Distanz an Alfie Michaud. Als Bronilla wenig später jedoch wegen Spielverzögerung – der Verteidiger hatte die Scheibe über die Bande gejagt – aufs Sünderbankerl musste, nahm das Unheil seinen Lauf. Paul Deniset bestrafte diesen Aussetzer nämlich gnadenlos und brachte die Bremerhavener mit 3:2 in Front. Nun warfen die Landshuter nochmal alles nach vorne, doch diese Schlussoffensive verpuffte wirkungslos. Dafür besorgte Craig Streu mit einem Schuss ins leere Tor den 4:2-Endstand.
      Zeit, sich über diese ebenso unnötige wie unglückliche Niederlage zu ärgern, haben die Cannibals indes nicht. Schon am Sonntag um 18 Uhr steht schließlich das prestigeträchtige Heimduell gegen den EHC München auf dem Plan. Und ein Sieg in diesem Derby würde für die Nullrunde an der Küste allemal entschädigen. -ol/jv-

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Landshut verliert gegen München

      Die Naud-Truppe legt erneut ein Null-Punkte-Wochenende aufs Eis
      Cannibals offenbaren eklatante Schwächen in der Abwehr und werden eiskalt bestraft
      Die Landshuter vergeigen Heimpartie gegen den EHC München mit 4:6 (1:3, 3:2, 0:1) Treffern
      Zweites Null-Punkte-Wochende für die Landshut Cannibals: Nach der überflüssigen 2:4-Pleite vom Freitag in Bremerhaven kassierten die Niederbayern gestern Abend eine nicht minder unnötige 4:6 (1:3, 3:2, 0:1)-Schlappe gegen den EHC München. Damit verloren die Dreihelmenstädter zumindest fürs Erste den Kontakt zur Verfolgergruppe der 2. Eishockey-Bundesliga.
      Speziell in der Abwehr offenbarten die Kannibalen eklatante Schwächen. Die Zuordnung stimmte selten, dafür durften die Gäste umso öfter beinahe unbedrängt Richtung Tor marschieren. Auch Keeper Martin Cinibulk erwischte einen schlechten Tag. Trotz aller Unzulänglichkeiten in der Defensive und eines frühen 1:5-Rückstands (27.) hätten die Rot-Weißen das Match aber durchaus drehen können. Schließlich waren die Landshuter bereits in der 35. Minute wieder bis auf 4:5 dran. Immerhin eins muss man der Truppe von Coach Dany Naud also zugute halten: Die Moral ist intakt, und der Glaube an die eigene Stärke auch in scheinbar ausweglosen Lagen noch vorhanden. Trotzdem haben Kamil Toupal und Co. in der nun anstehenden zwölftägigen Deutschlandcup-Pause eine Menge zu tun. Die Abstimmungsprobleme in der Abwehr müssen dringendst behoben werden. Denn ansonsten wird’s schwierig werden, die hoch gesteckten Saisonziele tatsächlich zu erreichen.
      Landshuts Trainer Dany Naud haderte nach dem Match denn auch mit den vielen Schnitzern seiner Truppe: „Diese individuellen Fehler haben uns das Spiel gekostet. Defensivarbeit hat auch mit Einstellung zu tun. In Bremerhaven haben wir das zumindest 40 Minuten hervorragend gemacht. Heute sind wir dagegen ohne Scheibe viel zu wenig gelaufen.“ Naud glaubt den Grund zu kennen: „Bei einigen war wohl das 7:1 vom Hinspiel in München noch im Kopf. Aber der EHC war heute bereit, das war eine völlig andere Mannschaft.“ Zudem sei eine Portion Pech dabei gewesen: „München hat mit den den ersten beiden Schüssen zweimal getroffen. Wir dagegen haben aus unseren Chancen zu wenig gemacht.“
      Die Kannibalen wurden gleich eiskalt erwischt, denn schon nach 106 Sekunden brachte Gordon Borberg den EHC mit einem satten Schuss in Führung. Und die Gäste legten umgehend nach: Das erste Powerplay verwertete Felix Schneider zum 0:2. Nur gut, dass sich die Niederbayern postwendend zurückmeldeten. Ebenfalls in Überzahl schloss Thomas Daffner eine schnelle Kombination über T.J. Guidarelli und Zdzislaw Zareba mit dem 1:2 ab. Kurz darauf hatte Eric Houde sogar den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte mit seinem Break in Unterzahl allerdings an EHC-Keeper Leonhard Wild. Nach diesem rasanten Auftakt ließen es beide Seiten zunächst ein bisschen ruhiger angehen. Doch dann luden die Landshuter München förmlich zum Toreschießen ein: Die Verteidigung irrte planlos umher, und Stefan Schröder bedankte sich mit dem 1:3 (11.).
      Ähnlich konfus gingen die Kannibalen auch zu Beginn des Mittelabschnitts zu Werke. Stefan Schröder und Felix Schneider nutzten die Freiräume weidlich aus und sorgten mit den Treffern zum 1:5 bereits bis zur 27. Minute für die vermeintliche Vorentscheidung. Landshuts Goalie Martin Cinibulk, der bei dem einen oder anderen Gegentor ebenfalls keinen guten Eindruck machte, hatte nun genug. Für ihn kam Youngster Stefan Horneber zu seinem ersten Zweitliga-Einsatz.
      Der Wechsel hatte offenbar Signalwirkung für die Cannibals, denn nun rissen sich die Hausherren endlich am Riemen und zeigten Moral. In Überzahl verkürzte T.J. Guidarelli auf 2:5. Und auch die nächste nummerische Überlegenheit münzten die Landshuter in einen Treffer um: Diesmal staubte Markus Welz ab. Plötzlich waren die Rot-Weißen wieder voll dabei. Erst recht, als Jaakko Hagelberg die Verwirrung in den Münchner Reihen im Nachsetzen zum 4:5 nutzte (34.). Trotz einiger hochkarätiger Möglichkeiten wollte der Ausgleich vor dem zweiten Wechsel aber nicht fallen.
      Direkt nach Wiederbeginn waren wieder die Münchner an der Reihe. Felix Schneider machte das halbe Dutzend voll und brachte den EHC damit endgültig auf die Siegerstraße. Die Kannibalen steckten zwar noch immer nicht auf, wussten aus ihren Chancen aber kein Kapital mehr zu schlagen. München hatte deswegen nur wenig Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu schaukeln. Letztes Kuriosum in diesem merkwürdigen Match: Zwölf Sekunden vor dem Ende nahm Dany Naud noch eine Auszeit. Nicht nur die Fans verstanden diese Aktion nicht. Dany Naud verteidigte sein Vorgehen aber vehement: „Im Eishockey kann man auch in zwölf Sekunden zwei Tore schießen. Ich wollte wenigstens alles versuchen.“
      Die Deutschlandcup-Pause kommt für die Dreihelmenstädter also wie gerufen. Wenn’s am 17. November weitergeht, sollten die verletzten Thomas Schinko und Chris St. Croix wieder mit dabei sein. Das allein wird freilich nicht genügen, um den zweiten Saisonabschnitt erfolgreicher zu bestreiten. Dafür ist in den kommenden Tagen vor allem eins nötig: harte Arbeit.-jv-

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Cannibals nach dem schwarzen Wochenende

      Bei den Cannibals ist nach dem schwarzen Wochenende konzentrierte Arbeit angesagt
      Landshuts Manager Bernd Truntschka: „Die Niederlage gegen München kreide ich dem Team an“
      (jv) Durchwachsen – damit ist die Zwischenbilanz der Landshut Cannibals vor der Deutschlandcup-Pause am treffendsten beschrieben. Nach starkem Start mit der zwischenzeitlichen Tabellenführung als Höhepunkt ging’s mit den Niederbayern in der 2. Eishockey-Bundesliga doch merklich bergab. Im aktuellen Klassement belegen die Landshuter mit 28 Punkten aus 18 Spielen Rang fünf. Angesichts der knappen Abstände ist freilich noch alles drin. Und zwar sowohl nach oben als auch nach unten.
      Das erste Urteil von LES-Manager Bernd Truntschka fällt entsprechend zwiespältig aus. „Insgesamt ist schon alles im grünen Bereich. Aber man muss zugeben, dass uns sechs Punkte fehlen: Die beiden Heimspiele gegen Landsberg und München hätten wir gewinnen müssen. Dass wir diese Partien verloren, ja fast verschenkt haben, kreide ich der Mannschaft an.“ Gleichzeitig ist der Ex-Nationalstürmer aber doch sehr zuversichtlich, das Minus sehr schnell wieder ausgleichen zu können. „Wir werden uns diese Zähler auswärts bald zurückholen.“ Die Bestandsaufnahme von Kannibalen-Dompteur Dany Naud klingt ähnlich. „Drei bis sechs Punkte zu wenig“ hat der Coach ausgemacht, ist aber trotzdem nicht unzufrieden mit seinem Team: „Es soll keine Entschuldigung sein, aber wir hatten in den ersten Wochen mit argen Verletzungssorgen zu kämpfen. Leistungsträger wie Chris St. Croix oder Thomas Schinko können wir dauerhaft eben nicht gleichwertig ersetzen. Insofern können wir mit Platz fünf durchaus leben.“
      Ganz Unrecht hat der Trainer bei genauerem Hinsehen nicht. „Alle Mann an Bord“ konnte Naud nämlich höchst selten vermelden. Die Liste der Ausfälle ist mit St. Croix und Schinko längst nicht vollständig: Auch Max Brandl stand anfangs wegen einer Innenbandblessur wochenlang nicht zur Verfügung. Dazu schlägt sich Eric Houde seit geraumer Zeit mit einer schmerzhaften Prellung am Sprunggelenk herum. Zdzislaw Zareba musste zweimal wegen Rückenproblemen passen. Thomas Daffner lag zwischenzeitlich grippekrank flach, und Gerrit Fauser verbrachte nach einem Kreislaufkollaps einige Tage in der Klinik. Nun hat’s Sebastian Schwarz erwischt: Er wird nach einer Schultereckgelenksprengung erst im Februar zurückkehren.
      Angesichts der ständigen Personalsorgen wird es natürlich nicht einfacher, die hoch gesteckten Saisonziele zu erreichen. „Natürlich haben wir eine gute Mannschaft, die das Zeug dazu hat, unter die besten vier zu kommen. Aber wenn das klappen soll, muss alles passen. Dazu gehört eben auch, dass wir von Verletzungspech weitgehend verschont bleiben“, gibt sich Dany Naud keinen Ilusionen hin.
      Die gestiegenen Ansprüche seien indes nicht nur positiv für seine Truppe, betont Dany Naud. „Die Jungs setzen sich gerade daheim gewaltig unter Druck. Sie wissen, dass sie sich kaum Ausrutscher leisten können, wenn sie die Top Four erreichen möchten. Oft verkrampfen wir dadurch, werden zu offensiv und rennen so in Konter. Wir müssen zu Hause einfach kompakter stehen“, fordert der Kanadier für die in zwei Wochen beginnende Zukunft.
      Die 4:6-Pleite vom Sonntag gegen München liegt Naud freilich noch immer schwer im Magen: „Wir hatten ein Schussverhältnis von 38:16, haben 60 Prozent der Bullys gewonnen und drei Powerplay-Tore erzielt. Es tut richtig weh, wenn man trotzdem verliert. Besonders ärgert mich, dass durch das schlechte Ergebnis auch die Gesamtleistung so negativ beurteilt wurde.“ Die Niederlage sei jedoch allein auf individuelle Fehler zurückzuführen, wobei speziell Keeper Martin Cinibulk einen „schwarzen Tag erwischt“ hätte: „Martin weiß selbst, dass er schlecht drauf war. Hätte er Normalform erreicht, hätten wir wohl 4:2 gewonnen.“ Als Vorwurf an seinen Torhüter will Naud dies auf jeden Fall nicht verstanden wissen: „So ist eben der Sport, der Cini hat uns auch schon viele Punkte mit tollen Paraden gerettet.“
      Davon, das Training zu verschärfen, hält Dany Naud nicht viel: „Wir halten uns an das, was wir von vornherein geplant hatten.“ Das heißt im Klartext: Von Freitag bis einschließlich Sonntag haben die Spieler frei, um Abstand zu gewinnen. Bis dahin heißt’s aber fleißig sein: „Niemand soll glauben, dass ich, nur weil ich ruhig bleibe, kein knallhartes Training durchziehe.“ So stand eine Fitness-Einheit im „Fit-plus“ auf dem Programm, dann bat Naud die Truppe nochmal aufs Eis. Konzentriertes Arbeiten statt blinder Aktionismus ist das Motto des Kanadiers.

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Sachsen stoppen Cannibals

      Angstgegner aus Sachsen stoppt die Erfolgsserie der Landshuter in der 2. Eishockey-Bundesliga
      Cannibals gönnen sich einen kollektiven Blackout und verschenken wertvolle Punkte
      Das abschlussschwache Naud-Team zieht gegen ausgebufften Dresdner SC mit 1:3 den Kürzeren
      Die Erfolgsserie der Landshut Cannibals in der 2. Eishockey-Bundesliga ist gerissen: Am Sonntagabend kassierten die Niederbayern eine ärgerliche 1:3 (1:2, 0:0, 0:1)-Niederlage gegen Angstgegner Dresdner Eislöwen. Für die Dreihelmenstädter war es nach vier Siegen in Folge die erste Pleite nach der Deutschlandcup-Pause.
      Den Ausschlag gab gestern letztlich eine 36-sekündige Schwächeperiode der Kannibalen, die Ende des ersten Abschnitts in eben dieser Zeitspanne zwei Gegentreffer kassierten und damit ihren hart erkämpften 1:0-Vorsprung leichtfertig aus der Hand gaben. Ansonsten konnten sich die Sachsen einerseits bei ihrem bärenstarken Torhüter Marek Mastic und andererseits bei den Landshuter Stürmern bedanken, die gleich ein halbes Dutzend hochkarätiger Chancen ausließen.
      Beide Teams begannen verhalten und konzentrierten sich auf die Defensivarbeit. Es dauerte deswegen fast zehn Minuten, ehe es zu den ersten Torszenen kam. Zunächst hatten die Eislöwen die besseren Chancen: Robin Sochan traf jedoch nur das Außennetz, und bei einem abgefälschten Schuss von Sebastian Klenner reagierte Landshuts Keeper Martin Cinibulk hervorragend. Dann gewannen die Kannibalen langsam die Oberhand. T.J. Guidarelli und Rich Bronilla fanden zwar noch in Marek Mastic ihren Meister, doch in der 16. Minute war der Dresdner Goalie machtlos: Jaakko Hagelberg brachte die Hausherren im Powerplay in Front.
      Nun nahm die Partie richtig Fahrt auf. Erst verzweifelte Martin Sekera an Cinibulk, im Gegenzug strich die Hartgummischeibe nach einem Rückhandschuss von Markus Hundhammer am rechten Pfosten vorbei. Dann folgte die aus Landshuter Sicht verhängnisvolle 19. Minute: Zwei Unachtsamkeiten der Abwehr wurden mit zwei Gegentreffern bestraft. Radek Vit und Robert Brezina drehten innerhalb von nur 36 Sekunden das Match um und bescherten Dresden eine 2:1-Führung nach dem ersten Drittel.
      Im Mittelabschnitt starteten die Kannibalen einen wahren Sturmlauf und kamen zu einer Flut bester Einschussgelegenheiten. Jaakko Hagelberg brachte die Scheibe aus kurzer Distanz aber nicht über den bereits am Boden liegenden Mastic hinweg ins Tor. Der ESC-Torwart hatte in brenzligen Situationen gestern allerdings auch eine Portion Dusel. Zum Beispiel in der 27. Minute, als der Tscheche einen Schuss von T.J. Guidarelli durch die Schoner rutschen ließ, ein Verteidiger aber vor der Linie klären konnte. Selbst im Powerplay schafften es die Landshuter nicht, Marek Mastic zu bezwingen. Nacheinander klärte der Schlussmann gegen Kamil Toupal, Thomas Daffner und Eric Houde. Nach einer guten halben Stunde schafften es die Eislöwen dann immer besser, sich aus der Umklammerung zu befreien. Die Gäste fuhren nun wieder einige brandgefährliche Konter. Keeper Martin Cinibulk behielt gegen Martin Sekera und Co. aber das bessere Ende für sich.
      Die Vorentscheidung fiel direkt nach dem zweiten Wechsel: Über Robin Sochan und Martin Sekera kam die Scheibe zu Robert Brezina, der völlig frei stehend zum 1:3 vollstreckte. In der Folge schlugen die Kannibalen aus einer 5:3-Überzahl kein Kapital. Danach glaubten die Hausherren offenbar selbst nicht mehr recht an eine Wende, jedenfalls blieben durchdachte Offensivaktionen fortan Mangelware. Bezeichnend: In der Schlussphase brachten sich die Gastgeber selbst um ihre letzte Chance, als Andi Geipel – übrigens wegen Spielverzögerung – für zwei Minuten aufs Sünderbankerl wanderte. Logisch, dass Dresden so nicht mehr ins Wanken geriet und den „Dreier“ souverän nach Hause fuhr. -jv-

      quelle: Landshuter zeitung
    • Truntschka rührt die Werbetrommel

      Bernd Truntschka rührt für den „Knüller“ am Freitag schon mal die Werbetrommel:
      „Kassel ist keine Übermannschaft – daheim haben wir alle Chancen“
      Nach dem 1:3 gegen Dresden käme ein Sieg über die Huskies gerade recht
      Die Landshut Cannibals sind nach vier Siegen in Serie am Sonntagabend von den Dresdner Eislöwen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Trotzdem belegen die Niederbayern weiterhin den dritten Rang in der 2. Eishockey-Bundesliga. Das Feld liegt freilich auch nach beinahe der Hälfte der Doppelrunde ganz eng beieinander: Kamil Toupal und Co. haben lediglich drei Zähler Vorsprung auf die nun achtplatzierten Eislöwen. Und selbst der Neunte, die Eisbären Regensburg, sind angesichts von nur sechs Punkten Abstand auf die Landshuter noch aussichtsreich im Rennen.
      „Das wird bis zum Schluss so eng bleiben“, ist sich Kannibalen-Dompteur Dany Naud sicher. Entscheidend sei, dass man in den Playoffs seine Bestform erreiche. Und auf dieses Ziel ist in der Dreihelmenstadt alles ausgerichtet. Bis dahin soll auch Alexander Serikow wieder einsatzbereit sein: Der Stürmer ist inzwischen nach seiner Bandscheiben-Operation aus Hannover nach Landshut zurückgekehrt.
      „In den nächsten Tagen werden wir gemeinsam mit seinen Ärzten und Physiotherapeuten ein Reha-Programm erarbeiten. Ich bin sicher, dass uns der Seri in dieser Saison noch sehr helfen wird“, gibt sich LES-Geschäftsführer Bernd Truntschka zuversichtlich. Dass die LES noch mal auf dem Transfermarkt aktiv wird, ist praktisch ausgeschlossen. „Dazu haben wir schlichtweg kein Geld. Im Gegenteil: Weil die Zuschauerzahlen bisher eher mäßig sind, müssen wir schauen, dass wir den laufenden Etat decken. In dieser Hinsicht hoffen wir darauf, dass die kalte Witterung in den kommenden Monaten die Fans wieder vermehrt ins Stadion lockt. Und unser Tabellenstand ist ja auch recht ordentlich“, bleibt Bernd Truntschka noch gelassen.
      Dany Naud sieht kein Problem darin, mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreich zu sein: „Unser Kader ist gut genug, vor allem wenn Thomas Schinko wieder fit ist.“ Der Routinier dürfte bereits am Freitag (19.30 Uhr) im „Knüller“ gegen Spitzenreiter Kassel Huskies sein Comeback feiern. „Thomas trainiert momentan sehr hart. Er hat zwar hin und wieder noch Probleme, die Geschwindigkeit des Gegenspielers richtig einzuschätzen. Aber ich bin optimistisch, dass es bis Freitag klappt. Die Entscheidung liegt natürlich bei Schinko selbst, er kann das am besten beurteilen.“
      Mit der Leistung seiner Truppe beim 1:3 gegen Dresden ist Naud auch zwei Tage nach dem Match nicht unzufrieden: „Wir haben uns viele Chancen erkämpft, hatten im Abschluss aber einfach kein Glück. Ärgerlich sind die Fehler Ende des ersten und Anfang des dritten Drittels, die zu den drei Dresdner Toren führten. Sowas darf eigentlich nicht passieren“, kritisiert der Coach. Zu hart will der Kanadier mit seinen Schützlingen aber nicht ins Gericht gehen: „Vielleicht waren die Jungs nach dem Mammutprogramm der vergangenen Tage einfach ein bisschen müde. Da unterlaufen eben immer wieder mal Fehler.“
      Zumal die Landshuter derzeit aufgrund der Verletzungsmisere dazu gezwungen, vom bewährten Vier-Reihen-System abzugehen. „Ich habe momentan nur elf gesunde Stürmer, damit bekommt man keine vier Linien zusammen“, sagt Dany Naud. Dieser Umstand sei aber nicht nur negativ zu sehen: „Die jungen Leute bekommen nun viel Eiszeit und können dementsprechend lernen. Das könnte sich in den Playoffs noch für uns auszahlen.“
      Zunächst gilt die volle Konzentration der Kannibalen freilich dem Schlager am Freitag daheim gegen Kassel. „Die Huskies sind meiner Meinung nach das mit Abstand stärkste Team der Liga. Speziell die Verteidigung besitzt DEL-Niveau“, hat Dany Naud großen Respekt vor dem Klassenprimus. Bernd Truntschka dagegen sagt den Nordhessen offen den Kampf an: „Beim ersten Spiel in Landshut haben die mir nicht so gut gefallen. Zugegeben: Die Tabelle legt den Schluss nahe, dass Kassel eine Art Übermannschaft ist. Aber daheim haben wir alle Chancen.“-jv-

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Die „Special Teams“ gaben den Ausschlag zugunsten der gastgebenden Oberbayern
      Cannibals finden kein Mittel gegen Münchner Powerplay und kassieren eine bittere Pleite
      Landshut geht in der Olympia-Eishalle mit 1:3 baden – Am Sonntag (18 Uhr) kommt Bremerhaven
      Der EHC München bleibt das Team der Stunde in der 2. Eishockey-Bundesliga. Am Freitagabend setzten sich die Oberbayern im Derby gegen die Landshut Cannibals mit 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) durch und profitierten dabei vor allem von ihrem herausragenden Powerplay. Die Dreihelmenstädter dagegen rutschten nach der Nullrunde auf den fünften Rang ab, weil zur gleichen Zeit die Verfolger Wolfsburg und Dresden gewannen.
      Obwohl die Niederlage in einem Nachbarduell immer schmerzt, können die Rot-Weißen diesen Rückschlag verkraften. Denn in der aktuellen Verfassung sind die Münchner sogar ein Mitfavorit auf den Titel, der neue Coach Pat Cortina hat da ganze Arbeit geleistet. Vor allem die „Special Teams“ des EHC sind in Top-Form, was drei Überzahl-Tore eindrucksvoll belegen. Die Landshuter spielten munter mit, ließen aber zu viele Chancen aus und wirkten zudem nicht ganz so bissig wie beim 7:1-Triumph vor gut zwei Monaten an gleicher Stelle. Das wiederum lag wohl nicht zuletzt an Referee Györgicze, der mit einigen dubiosen Entscheidungen für Verunsicherung auf beiden Seiten sorgte. Und weil die Gäste – verständlicherweise – Strafen unbedingt vermeiden wollten, kam der Körpereinsatz womöglich ein bisserl zu kurz. Die Kannibalen wurden von den Münchnern gleich kalt erwischt: Als Markus Welz das Sünderbankerl drückte, zogen die Hausherren in Front. Brent Robinson verwertete eine Hereingabe von Sebastian Schwele, der nach wochenlanger Zwangspause sein Comeback feierte, zum 1:0. Wenig später hätten die Niederbayern ebenfalls in Überzahl ausgleichen können, doch Eric Houde und Markus Hundhammer scheiterten am glänzend reagierenden EHC-Keeper Leonhard Wild. Insgesamt hatten freilich die Gastgeber optische Vorteile. Wirklich zwingend wirkten die Aktionen beider Teams aber nicht, obwohl die 2620 Zuschauer ein durchaus unterhaltsamens und gutklassiges Match geboten bekamen.
      Richtig turbulent ging’s im Mittelabschnitt zur Sache. Obwohl die Cannibals anfangs mehr Druck machten, gelang erneut den Münchnern ein früher Treffer. Neville Rautert erhöhte in Überzahl auf 2:0 (22.). Landshut war davon aber nicht beeindruckt, sondern antwortete mit wütenden Gegenattacken. Andi Geipel fand zwar noch in Leonhard Wild seinen Meister, doch in der 26. Minute war der Goalie machtlos. Zdzislaw Zareba verkürzte im Powerplay mit einem trockenen Schuss unter die Latte auf 2:1. Markus Hundhammer hatte wenig später sogar den Ausgleich auf dem Schläger, verzweifelte mutterseelenallein jedoch an Wild. Auf der anderen Seite verwerteten die Oberbayern ihre Überzahl-Gelegenheiten konsequent. Als Rich Bronilla in der Kühlbox saß, stellte Johan Ejdepalm den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Für Martin Cinibulk gab’s erneut nichts zu halten, dem Schlussmann war nämlich die Sicht verdeckt. Dieser Nackenschlag zeigte Wirkung bei den Gästen, die vorübergehend unter massiven Druck gerieten. Cinibulk rettete in höchster Not gegen Nevielle Rautert sowie Brent Robinson und hielt seine Truppe damit im Match. Knapp vor der zweiten Sirene hätte Max Brandl den Anschluss wieder herstellen können, zog im Duell mit dem guten Goalie Leonhard Wild aber den Kürzeren.
      Einen offenen Schlagabtausch lieferten sich beide Mannschaften auch im Schlussabschnitt. Zunächst hatten die Münchner die Chance, mit zwei Mann mehr die Entscheidung zu erzwingen. Doch Martin Cinibulk war hier nicht zu bezwingen. In der 52. Minute dann die Riesenchance für die Cannibals: Gordon Borberg riss den durchgebrochenen Andi Geipel um, Schiri Györgicze entschied sofort auf Penalty. Der Gefoulte trat selbst an, blieb gegen Leonhard Wild allerdings nur zweiter Sieger.
      Zwar steckten die Landshuter auch in der Folge nie auf, konnten die Hausherren letztlich aber nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis bringen. Der EHC schaukelte den insgesamt nicht unverdienten 3:1-Sieg souverän über die Zeit und schloss damit punktemäßig zu den Gästen auf.
      Schon am Sonntag haben Kamil Toupal und Co. die Möglichkeit, diese Scharte wieder auszuwetzen. Um 18 Uhr steigt dann am Gutenbergweg das mit Spannung erwartete Verfolgerduell mit dem Tabellenzweiten und amtierenden Vizemeister Fischtown Pinguins Bremerhaven.-an/jv-

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Brandon Dietrich nun in Regensburg – Rückkehr nach Landshut kein Thema:
      Cannibals können und wollen sich derzeit keinen spektakulären Transfer leisten
      Vielmehr bemüht man sich um die Rekonvaleszenten Schwarz und Serikow
      Nach dem souveränen 4:0-Erfolg über den REV Bremerhaven herrscht beim Eishockey-Zweitligisten Landshut Cannibals natürlich beste Stimmung. „Wir haben sehr gut gespielt, sind in der Defensive diszipliniert gestanden und haben keine dummen Strafen kassiert. Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft“, lobte Trainer Dany Naud am Dienstag im Rahmen der wöchentlichen Pressekonferenz.
      Durch diesen „Dreier“ bügelten die Niederbayern nicht nur die ärgerliche 1:3-Derbyniederlage vom vergangenen Freitag in München wieder aus, sie rückten gleichzeitig auch auf den vierten Rang vor und haben damit das erste Saisonziel, nämlich mit Heimrecht ins Playoff-Viertelfinale zu starten, fest im Visier. Das nächste richtungsweisende Spiel steht freilich schon vor der Tür, denn am Freitagabend kreuzt mit den Bietigheim Steelers ein direkter Konkurrent im Kampf um den begehrten vierten Rang auf. Die Schwaben haben am Montag einigermaßen überraschend ihren Cheftrainer Uli Liebsch entlassen. In Landshut wird voraussichtlich Danny Held, der bislang Chefcoach der SC-Nachwuchsabteilung war, den Titelaspiranten betreuen.
      Im Lager der Kannibalen nahm man die Nachricht von Liebschs Demission gelassen zur Kenntnis: „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Was in Bietigheim passiert, hat uns nicht zu interessieren“, sagt LES-Manager Bernd Truntschka. Dany Naud vermutet, dass der Wechsel an der Bande womöglich zu einem Motivationsschub führen könnte: „Wenn ein Trainer entlassen wird, haben meistens auch etliche Spieler eine Mitschuld. Die werden nun beweisen wollen, dass sie wirklich was drauf haben."
      Ein anderes Thema sorgte in den vergangenen Tagen vor allem bei einigen Landshuter Fans für reichlich Wirbel. Die Eisbären Regensburg verpflichteten in der vergangenen Woche den Ex-Kannibalen Brandon Dietrich, den viele zu gern wieder im Dress der Dreihelmenstädter gesehen hätten. Auch Dany Naud hält nach wie vor große Stücke auf den Kanadier: „Brandon ist sportlich und menschlich ein Super-Typ, ich wünsche ihm für die Zukunft viel Erfolg, wenn auch nicht gerade gegen uns.“ Eine Rückkehr nach Landshut sei freilich kein Thema gewesen: „Dazu braucht man eben das nötige Geld, und das haben wir momentan nicht. Insofern stellte sich die Frage nach einem Transfer nicht.“ Die Cannibals wollen und müssen also mit dem vorhandenen Kader versuchen, die hoch gesteckten Ziele zu erreichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei U20-Nationalverteidiger Sebastian Schwarz, der sich momentan nach seiner Schultereckgelenksprengung in der Rehabilitationsphase befindet.
      Das straffe Programm für die Rekonvaleszenten hat gute Gründe, erklärt Bernd Truntschka: „Die Spieler müssen begreifen, dass sie in der Reha doppelt so viel tun müssen als die anderen Jungs. Man sieht bei Sebastian Schwarz, dass er jeden Tag ein bisschen besser drauf ist und sich immer mehr zutraut. Natürlich wird’s immer mal Rückschläge geben. Aber insgesamt wird sich diese harte Arbeit auszahlen.“ Eine Rückkehr von Schwarz in den Spielbetrieb ist für spätestens Ende Januar vorgesehen.
      Ähnlich sieht der Zeitplan von Alexander Serikow aus. „Auch er hat ganz konkrete Vorgaben von uns bekommen, an die er sich zu halten hat. Eistraining ist dabei in der nächsten Zeit nicht vorgesehen“, schiebt Bernd Truntschka allen Gerüchten über eine angeblich von Serikow selbst angedachte frühere Rückkehr einen Riegel vor. Schließlich wollen die LES-Verantwortlichen nichts riskieren, sondern mit einem voll belastbaren Alexander Serikow in die Playoffs starten.-jv-

      quelle: Landshuter Zeitung
    • Heute um 19.30 Uhr daheim gegen Bietigheim, am Sonntag in Weißwasser
      Landshut Cannibals starten mit ziemlich breiter Brust ins dritte Adventwochenende
      Vorweihnachtliche Geschenke werden aber weder die Steelers noch die Lausitzer Füchse verteilen

      Mit breiter Brust starten die Cannibals ins dritte Adventwochenende. Logo: Der souveräne 4:0-Erfolg über Vizemeister Bremerhaven hat ja für reichlich Selbstvertrauen gesorgt. Allerdings folgt heute Abend (19.30 Uhr) bereits die nächste „harte Nuss“: Mit dem SC Bietigheim kreuzt ein weiterer Mitfavorit in der Eissporthalle am Gutenbergweg auf. Unter die Rubrik „Pflichtaufgabe“ fällt dagegen das Landshuter Gastspiel am Sonntag in Weißwasser. Die gastgebenden Lausitzer Füchse zieren momentan nämlich das Tabellenende der 2. Eishockey-Bundesliga.
      Während in der Dreihelmenstadt angesichts der seit Wochen stabilen Leistungen der Kannibalen die Kritiker verstummt sind, kracht’s in Bietigheim gewaltig. Höhepunkt der Krise war die Entlassung von Coach Uli Liebsch, der von Danny Held ersetzt wurde. Der Grund für die Personalrochade: Die Steelers hinken den eigenen, traditionell hohen Ansprüchen weit hinterher. Statt an der Spitze mitzumischen, finden sich die Schwaben nur auf Rang sieben wieder und weisen gegenüber Spitzenreiter Kassel Huskies bereits einen Rückstand von satten 18 Zählern auf. Der angepeilte DEL-Aufstieg droht erneut Utopie zu bleiben. Doch wirklich überraschend kommt das für die meisten Experten nicht.
      Schließlich mussten die Bietigheimer den Abgang des Topscorers Eric Schneider verkraften. Für Zweitliga-Verhältnisse ist der Kanadier nun mal ein Ausnahmekönner und dementsprechend nicht zu ersetzen. Auch nicht vom DEL-erprobten David Gosselin, der mit bislang 29 Punkten den Werten seinem Vorgänger (noch) nicht das Wasser reichen kann.
      Verlass ist dagegen weiterhin auf Alexandre Jacques, der eine solide Saison spielt und die interne Torschützenliste anführt. Ganz bitter für die Schwaben sind die Verletzungsprobleme von Dan Bjornlie. Der Offensivverteidiger schlägt sich mit Leistenproblemen herum und fehlt an allen Ecken und Enden. Womöglich feiert Bjronlie heute aber sein Comeback.
      Ob der neue Trainer weitere Änderungen vornimmt, bleibt abzuwarten. Vermutlich wird aber weiterhin Jason Elliott im Kasten stehen, auch wenn der Goalie nicht immer gut aussah. Vom Potenzial her ist für die Steelers ein Platz unter den besten Vier durchaus erreichbar, dafür bürgen Leistungsträger wie Terry Campbell, Nick Smith, Chad Allan oder Markus Wieland. Wenn aus dem Viertelfinal-Heimrecht aber etwas werden soll, muss Bietigheim schleunigst die Auswärtsschwäche abstellen. Wobei das ja nicht unbedingt gerade heute gelingen muss...
      Wesentlich größere Sorgen als die Steelers plagen die Lausitzer Füchse. Das Team von Neu-Trainer Thomas Popiesch steckt tief im Abstiegssumpf und kann als Tabellenletzter den Sturz in die Playdowns schon an Weihnachten kaum noch vermeiden. Die Festtage dürften in Weißwasser also eher trist werden, zumal mit Nolan McDonald der Stammtorhüter wegen einer Hüftverletzung wochenlang auszufallen droht. Am Sonntag wird deswegen Ersatzkeeper Martin Niemz zwischen den Pfosten stehen. Ebenfalls passen muss gegen die Cannibals Stürmer Chris Straube. Ob die Füchse in dieser Besetzung konkurrenzfähig sind, bleibt abzuwarten. Vor rund einem Monat war das nicht so, damals gingen die Ostsachsen in Landshut gleich mit 0:10 unter und waren mit dieser Klatsche sogar noch sehr gut bedient.
      Gerade deshalb birgt die Partie in der Lausitz für die Landshuter aber auch Gefahren. Vor allem die, den Gegner zu unterschätzen. Trainer Dany Naud warnt vorsorglich schon mal und fordert von seinen Mannen erneut volle Konzentration über die gesamten 60 Minuten. Dass die Aufgabe bei einem Hinterbänkler ansonsten richtig unangenehm werden kann, wissen die Landshuter spätestens seit ihrem Auftritt in Crimmitschau. Dort brachten sich die Niederbayern mit einer Fülle von dummen Strafen selbst in Not, retteten sich mit einem energischen Endspurt aber noch in die Verlängerung und sackten dort den zweiten Zähler ein. Auf einen solchen Nervenkrimi würden die Cannibals am Sonntag sicher gern verzichten. Erst recht, weil angesichts der knappen Abstände ein Punktverlust gegen einen „Underdog“ verdammt teuer werden kann.
      Landshut Cannibals: Cinibulk (Horneber); Toupal, Geipel, Daschner, St. Croix, Bronilla, Prommersberger, Gumplinger; Guidarelli, Zareba, Daffner, Houde, Brandl, Hagelberg, Welz, Hundhammer, Schinko, Fauser, Popp, Schwarzkugler, Bote. - SC Bietigheim: Elliott (Daniel Wrobel); Molling, Wieland, Herbst, Allan, Dirk Wrobel, Schönmoser, Kröner (Bjronlie); Jacques, Gosselin, Schweiger, Campbell, Smith, Schoofs, Wittmann, Grosch, Liebsch, Jung, Schlager, BRännström, Hart, Noe. - Lausitzer Füchse: Niemz (Werlich); Geddert, Witting, Koalick, Galway, Masak, Bartlick, Wimmer; Levya, Mücke, Hubbauer, Gare, Janos, Vozar, Lehnigk, Thiede, Kuhlee, Rösler, Pohling, Melchior, Noack, Götz.-jv-

      quelle: Landshuter Zeitung