Ab heute intensive Vorbereitung – Ratushny:
„Playoffs sollen ein Spaß werden“
(wel) Der Countdown läuft: Noch sechs Tage
bis zum Start des Viertelfinales – und heute beginnen
auch in Straubing die intensiven Vorbereitungen auf die
ersten DEL-Playoffs der Geschichte.
Bis Mittwoch hatten die Spieler frei bekommen, um sich nach
den Anstrengungen der letzten Wochen zu regenerieren. „Wir
hatten zahlreiche verletzte und angeschlagene Spieler. Die
paar Tage haben dem Team, das zuletzt doch etwas müde
war, gut getan“, so Trainer Dan Ratushny. Bis Samstag
stehen nun drei Tage intensive Arbeit an – auf und
neben dem Eis wird hart gearbeitet, um bestens vorbereitet,
um topfit das Viertelfinale angehen zu können. Quasi
eine Art Mini-Trainingslager auf eigenem Eis.
„Aber es ist wichtig, die Balance zu finden",
sagt Ratushny, „denn die Mannschaft soll ja nicht
gleich wieder müde sein.“ Am Sonntag ist dann
frei, ehe am Montag und Dienstag noch einmal der Feinschliff
ansteht und es dann am Dienstagmittag in Richtung Wolfsburg
geht. „Die Wolfsburger stehen zu Recht ganz weit oben
in der Tabelle. Sie sind nicht schlechter als der Erste
oder der Zweite“, sagt Ratushny. „Sie sind defensiv
wie offensiv gleichermaßen stark. Natürlich beschäftigen
wir uns jetzt mit dem Gegner, aber wichtig ist vor allem
unser eigenes Spiel. Wir wollen unser System durchziehen.“
In Wolfsburg herrscht jedenfalls schon einmal Respekt vor
den Tigers: „Das ist der Gegner, den niemand haben
wollte“, wird Wolfsburgs Trainer Pavel Gross in der
Lokalpresse zitiert.
Sicher fehlen werden den Tigers kommende Woche die verletzten
Jean-Michel Daoust, Benedikt Brückner und Alexander
Dotzler. Nach dessen Innenbandriss ist die Saison für
Dotzler vorüber, auch wenn der selbst zunächst
hoffte, „dass mir irgendwer irgendwann eine Schiene
verpasst und ich dann doch wieder mitspielen kann“.
Auf die Rückkehr von Torhüter Barry Brust pünktlich
zum Playoff-Start hofft man im Lager der Tigers indes schon.
„Es stehen jetzt harte Belastungstests für das
Knie auf dem Programm", sagt Ratushny. „Wenn
es weiterhin hält, dann sieht es gut aus. Eine Entscheidung
wird aber nicht vor Samstag fallen.“ Eigentlich war
geplant, dem Goalie bereits am Sonntag gegen Mannheim Eiszeit
zu geben, doch nach dem Samstag-Training fühlte sich
Brust noch nicht bereit für einen Einsatz.
Für einen anderen Akteur, Bruno St. Jacques, werden
die Playoffs nun zur Abschiedstour. Der 31-jährige
Verteidiger kündigte bei seinem Facebook-Account am
Wochenende sein Karriere-Ende und die Rückkehr nach
Nordamerika nach der aktuellen Saison an – seiner
beiden Kinder wegen.
Aber für ihn wie auch für die Straubing Tigers
steht erstmal noch ein echte Highlight an – oder wie
es Dan Ratushny ausdrückt: „Playoffs –
das sollte ein Spaß werden.“
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