» Straubinger Tagblatt vom 26.11.2010
Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Tigers-Fans
Stewart bleibt bis 2012 – und will seinen Lauf gegen Düsseldorf gleich fortsetzen
Mit Schwung aus Rekordspiel heute, 19.30 Uhr, ins Heimspiel gegen Metro Stars
(wel) Wann sieht man in Straubing schon mal leibhaftige Weltrekordinhaber? Am Straubinger Pulverturm heute abend zum Beispiel, wenn die frischgebackenen Penalty-Weltrekordler der Tigers zum Heimspiel gegen die DEG Metro Stars (Spielbeginn 19.30 Uhr am Pulverturm) auflaufen.
„Klar, dass das Spiel noch nachwirkt und ein ständiges Gesprächsthema ist. Aber wir müssen uns jetzt auch wieder intensiv den kommenden Aufgaben widmen“, weiß Stürmer Karl Stewart, der sich vor dem Wochenende auch schon über ein persönliches Weihnachtsgeschenk freuen darf. Die Tigers haben die Option in seinem Vertrag gezogen, und damit bleibt Stewart bis 2012 in Straubing.
„Bis Ende November hatte der Club diese Option, und Jason Dunham hat mir das am Mittwoch mitgeteilt, dass die Option gezogen wird. Ich freue mich riesig, denn das heißt, dass man mit mir sehr zufrieden ist. Ich habe ja schon gesagt, dass ich mich wohl fühle und gern länger hier bleiben würde.“
Die Freude ist dabei durchaus gegenseitig: „Mit seiner absolut professionellen Einstellung wird er uns noch viel Freude bereiten. Er bringt uns definitiv weiter voran“, ist nämlich Co-Trainer Jason Dunham überzeugt. In der Tat hat Stewart seine zweite Chance in dieser Saison eindrucksvoll genutzt und steht mit seinen elf Treffern sogar auf Platz vier der DEL-Top-Torjägerwertung. „Ja, man kann vielleicht sagen, ich habe derzeit einen Lauf“, sagt Stewart. „Aber viel wichtiger ist, dass ich dem Team helfen kann und wir gemeinsam Erfolg haben.“ Und da sehen Stewart wie auch Trainer Jürgen Rumrich unisono am Wochenende zwei schwere Herausforderungen auf die Tigers zukommen. „Düsseldorf ist ein sehr offensiv- und laufstarkes Team, und Mannheim scheint seinen Durchhänger auch überwunden zu haben“, weiß Rumrich.
Fehlen werden am Wochenende Sebastian Osterloh mit seinem Kreuzbandriss und Lee Goren, der eine Innenbandverletzung am Knie hat und zumindest dieses Wochenende ausfallen wird. „Der Ausfall von Lee ist natürlich bitter für das gesamte Team“, findet Karl Stewart. „Aber ich denke, Eric Meloche hat ihn am Sonntag in unserer Reihe sehr gut vertreten.“ Trotzdem wird Meloche heute wieder in seiner angestammten Formation mit Dustin Whitecotton und Sandro Schönberger auflaufen. Die Zusammensetzung der restlichen Sturmformationen entscheidet sich erst kurzfristig. In der Abwehr wird man mit sieben Verteidigern spielen, da Michael Bakos am Donnerstagabend die endgültige Freigabe der Ärzte für sein Comeback erhalten hat.
„Es ist immer wichtig, dass man nach einer Pause gut startet, deshalb waren die fünf Zähler sehr gut für uns“, so Karl Stewart. „Aber es ist in dieser Liga alles unheimllich eng, deshalb müssen wir am Wochenende erneut punkten.“ Und mit dem Schwung vom Sonntag, soll das auch gelingen: „Das war ein tolles Erlebnis für alle“, so Jürgen Rumrich. „Wir wollten diesen Sieg unbedingt – und mit diesem Willen wollen wir auch ins Wochenende gehen.“


„Im Endeffekt hätte jeder der Siegtorschütze sein können“
Eric Meloche über berühmten Penalty Nr. 41 gegen München
Wenn das nichts ist? Eric Meloche darf sich als Weltrekordhalter bezeichnen. Mit Penalty Nummer 41 schoss er die Tigers am Sonntagabend zum 5:4-Sieg in München. Dieser Weltrekord rief auch die Hall of Fame, die Ruhmeshalle des Eishockeys in Toronto auf den Plan. Meloches Schläger und Trikot werden demnächst dort ausgestellt.
Herr Meloche, haben Sie schon Karten für die Hall of Fame geordert?
Eric Meloche: (lacht) Noch nicht. Aber es ist natürlich eine große Ehre für mich, dass mein Schläger und mein Trikot nach Toronto gehen. Dort ist auch schon der Helm meines Vaters Gilles.
Warum denn das?
Meloche: Mein Vater war Ende der Siebziger Torwart bei den Cleveland Barons. Damals trug er eine ziemlich einmalige Maske. Als die Barons dann nach nur zwei Jahren in der NHL nach Minnesota umzogen und zu den North Stars wurden, hat man seine Maske in die Hall of Fame aufgenommen.
Wie haben Sie das Penalty-Schießen erlebt?
Meloche: Es war wirklich eine ganz verrückte Sache. Im Endeffekt hätte jeder einzelne Spieler der Siegtorschütze sein können. Aber alles hat einmal ein Ende...
Dennoch waren sie selbst relativ spät dran. Warum?
Meloche: Ich weiß es nicht. Das ist immer Frage des Coaches. Vielleicht hatte ich meine Schnürsenkel offen. Ich habe schon gedacht, Jan Guryca kommt noch vor mir dran. Nein, Spaß beiseite. Ich freue mich, dass ich es war.
Sie haben das Siegtor per Schlagschuss gemacht. Beim Penalty-Schießen ist das ziemlich ungewöhnlich. Warum haben sie nicht versucht, den Goalie auszuspielen?
Meloche: Weil das nicht mehr funktioniert hat. Das hat man doch gesehen. Ich denke, ich habe einen sehr präzisen Schlagschuss und treffe meistens dorthin, wo ich will. Ich habe das einige Male im Training geübt. Und es hat, Gott sei Dank, funktioniert.
Interview: Michael Bauer


„Wir sind auf dem richtigen Weg“, glaubt der DEG-Nationalstürmer Patrick Reimer
Offensive und Powerplay die Stärken der Metro Stars – Hoffen auf McCutcheon
(mir) Schon zum dritten Mal in dieser Saison stehen sich die Straubing Tigers und die DEG Metro Stars gegenüber. Dabei war das erste Aufeinandertreffen am Pulverturm mit dem grandiosen 7:4-Sieg das bisherige Heimspielhighlight.
Die Platzierung
Düsseldorf steht vor dem Wochenende auf Rang fünf, punktgleich mit Berlin und München und nur zwei Punkte vor den Tigers. Bei einem Sechs-Punkte-Wochenende wäre sogar die Tabellenführung drin, bei zwei Niederlagen aber womöglich auch der Fall auf Rang zehn. Das große Plus der DEG ist ihre Offensivstärke. Zusammen mit Iserlohn erzielte man bislang die meisten Treffer (73 Tore in 21 Spielen), kassierte die zweitwenigsten Strafen und ist im Powerplay mit bislang 22 Treffern eine spitze.
Die Leistungsträger
Nach Daniel Kreutzer liegt Nationalstürmer Patrick Reimer mit 22 Punkten auf Rang zwei in der internen Scorerwertung. Seine Meinung zum bisherigen Saisonverlauf: „Am Saisonbeginn sind wir nur schwer in Tritt gekommen. Wir haben durch unseren neuen Trainer Jeff Tomlinson ein neues Spielsystem bekommen, das wir am Anfang nicht so umgesetzt haben. Mittlerweile läuft es aber richtig gut, und wir sind auf dem richtigen Weg.“
Das vergangene Wochenende
Der Auftakt nach dem Deutschland-Cup verlief dann aber durchwachsen. Nach zuletzt sieben Siegen in acht Partien startete man mit einer 1:4-Niederlage in Wolfsburg. Zwei Tage später setzte man sich nach einer starken Leistung im Schlussdrittel mit 3:2 daheim gegen Ingolstadt durch.
Der Neuzugang
Der US-Amerikaner Mark McCutcheon bestritt am vergangenen Wochenende die ersten beiden Partien für seinen neuen Club. Zwar konnte der Stürmer, zuletzt in Norwegen tätig, noch keinen Punkt verbuchen, doch sein Coach ist trotzdem zufrieden: „Er ist menschlich und spielerisch eine Verstärkung für uns. Er ist sehr talentiert und bringt noch mehr Speed ins Team. Im Moment überlegt er aber noch zu viel auf dem Eis, weil er unser Spielsystem noch nicht automatisiert hat.“
Die gute Seite
Soziales Engagement wird bei der DEG schon lange groß geschrieben: Am vergangenen Dienstag trat Düsseldorf daher zu einem Benefizspiel beim Oberligisten Ratinger Ice Aliens an, das man souverän mit 11:2 gewann. Das Ergebnis war aber natürlich zweitrangig. Der Erlös kam der Ratinger Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung zu Gute.
Die Aufstellung
Aubin – Hedlund, Roach; Dinger, Holland; Pokulok, Bazany; Nowak – Reimer, Collins, Kreutzer; James, Beechey, Kaufmann; Courchaine, Murphy, Danner; Hinterstocker, McCutcheon, Hofland;
Schiedsrichter: Schimm (Hauber, Holzer).


Allez hopp! Co-Trainer Jason Dunham realisiert Blitztransfer Frankreichs
Nationalmannschafts-Kapitän Laurent Meunier (31) ist ab sofort ein Tiger

Der Mittelstürmer kommt aus Genf und soll heute schon Debüt in Straubing geben
Von Wolfgang Karl
Im Eishockey geht es manchmal bekanntlich rasend schnell. Sah es am Mittwochabend noch so aus, als ob die Tigers frühestens nächste Woche einen Neuzugang präsentieren könnten, so haben sich die Ereignisse am Donnerstag förmlich überschlagen. Innhalb von knapp 24 Stunden hat Co-Trainer Jason Dunham einen Blitztransfer realisiert. Dabei handelt es sich um den 31-jährigen Center Laurent Meunier, der zuletzt in der Schweiz gespielt hat. Der Kapitän der französischen Nationalmannschaft ist am Donnerstagabend in München am Flughafen gelandet und soll – wenn alle Passformalitäten zeitnah über die Bühne gehen – bereits heute im Heimspiel gegen Düsseldorf sein Debüt im Trikot der Tigers geben.
„Ich muss an dieser Stelle Jason ein ganz großes Lob aussprechen. Der zu erledigende Papierkram mit der IIHF, dem DEB, der DEL sowie dem französischen Verband und Meuniers letztem Arbeitgeber war enorm. Dass Jason dies innerhalb knapp eines Tages alles geschafft hat, verdient höchsten Respekt“, so Jürgen Pfundtner. Der Manager hatte die letzten Tage sozusagen die Vorarbeit für den Deal geleistet. Dabei kam ihm zugute, dass der langjährige Kapitän der französischen Auswahl auch schon im Sommer auf dem Notizblock der Tigers gestanden hatte. „Wir konnten uns im Mai bei der Weltmeisterschaft in Deutschland schon ein Bild von seinen Fähigkeiten machen. Er ist ein klassischer Zwei-Wege-Mittelstürmer, der ein Spiel gut lesen und seine Mitspieler besser machen kann. Wir sind überzeugt, dass er uns aufgrund seiner kampfbetonten Spielweise und seiner großen Erfahrung weiterhelfen kann“, sagt Pfundtner.
Zu einer Verpflichtung kam es dann im Spätsommer allerdings nicht, weil Servette Genf Meunier zurückhaben wollte. Für Genf ging der Angreifer übrigens auch schon in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 auf Torejagd. „Wenn Schweizer Clubs mitbieten, kann man gleich die Finger weglassen“, so der Straubinger Manager. Die Saison entwickelte sich für den routinierten Franzosen dann aber nicht wie erhofft. Genfs kanadischer Coach Chris McSorley – in früheren Jahren übrigens sozusagen der Bodyguard von NHL-Superstar Wayne Gretzky – engagierte mit Richard Park einen Top-Ausländer, und Meunier fand sich plötzlich auf der Tribüne wieder. Anschließen wurde er gar in die Nationalliga B nach La Chaux-de-Fonds „abgeschoben“. Dort kam der Mittelstürmer in sieben Spielen immerhin auf elf Scorerpunkte.
Stichwort Scorerpunkte: Meunier ist kein Spieler, den man ausschließlich an seiner Punktebilanz messen sollte. „Er ist ein klassischer Mittelstürmer, der seine Stärken in der Defensive hat und dadurch seine Mitspieler entlastet. Er kann aber das Spiel lenken und leiten, macht die Kleinigkeiten richtig und gilt auf dem Eis als absoluter Führungsspieler.“ Das ist die Einschätzung von Ulf Andersson, dem Schweden-Korrespondenten der Fachzeitung „Eishockey NEWS“.
Die Saison 2009/10 verbrachte Laurent Meunier nämlich bei Timra IK, wo er in 47 Spielen auf 17 Punkte kam. Und nicht umsonst trägt Meunier seit 2005 in der französischen Auswahl das „C“ auf der Brust. Der Ruf, der ihm vorauseilt, ist ein sehr guter. Aus diesem Grund wollen wir an dieser Stelle abschließend auch den in Straubing nach wie vor sehr beliebten Coach Dany Naud – arbeitet jetzt in der Schweiz beim NLA-Club EHC Biel als Co-Trainer – zu Wort kommen lassen: „Mit Meunier haben die Tigers einen absoluten Charakterspieler verpflichtet. Da werden auch die Fans in Straubing viel Freude haben.“

 
 


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