» Straubinger Tagblatt vom 24.09.2010

Mit dem siebten Mann im Rücken den Spitzenreiter gestürzt
Die Straubing Tigers begeistern mit taktischer Meisterleistung ihre Fans und feiern 4:1-Erfolg
Starke Vorstellung gegen das DEL-Spitzenteam Adler Mannheim – Großartige Abwehrleistung
(wel) Mit dem siebten Mann im Rücken und taktischer Disziplin waren die Straubing Tigers am Freitagabend am Pulverturm in der Lage, Tabellenführer Mannheim mit einem verdienten 4:1-Erfolg zu stürzen.
Selbst in der zweiten Drittelpause sangen die leider nicht einmal 4000 Fans im Stadion durch und trieben ihr Team zum zweiten Heimsieg der Saison. „Ein Riesenkompliment an die Fans“, sagte Trainer Jürgen Rumrich nach der Partie. „Das hat die Spieler heute sicher beflügelt.“
Von Anfang an spielten die Gastgeber taktisch hervorragend, versuchten nur wenige Chancen des Gegners zuzulassen und selbst durch nadelstichartige Angriffe zum Erfolg zu kommen. Dank eines frühen Führungstreffers ging dieses Taktik auf. „Wir haben versucht, mit mehr Zug zum Tor zu spielen. Das ist uns gelungen“, so ein zufriedener Jürgen Rumrich. „Und hinten haben wir nicht viel zugelassen, da möchte ich alle Verteidiger ausdrücklich loben.“ Auch von Gäste-Coach Harold Kreis gab es Lob für den Sieger: „Straubing hat sehr engagiert gespielt und die Scheibe gut zum Tor gebracht. Sie haben diszipliniert, geradlinig und kompakt gespielt und haben deshalb verdient gewonnen, weil sie im Gegensatz zu uns auch ihre Chancen verwertet haben.“
Die Tigers versuchten von Beginn an das Spiel zu diktieren, rannten aber nicht blindlings an, sondern vergaßen ihre Defensivaufgaben nicht. Nach einer ersten Chance von Stewart waren dann zwar zunächst die Mannheimer in der 4. Minute bei einer Zwei-auf-Eins-Situation gefährlich, dies sollte aber zunächst einmal für lange Zeit die einzige gefährliche Mannheimer Aktion sein. Die Tigers versuchten es immer wieder mit viel Verkehr vor dem Gehäuse des sicheren Fred Brathwaite und hatten mit dieser Taktik auch prompt Erfolg. Stewart nahm dem Mannheimer Goalie die Sicht und fälschte in der 7. Minute einen Schuss von Draxinger ab, der so unhaltbar den Weg ins Ziel fand. Als Rene Röthke freistehend in der 12. Minute das 2:0 vergab, schien dies ein Weckruf für die Mannheimer gewesen zu sein. Fortan investierten sie mehr in die Partie und wurden gefährlicher. Als einzige Ausbeute stand aber zunächst ein Pfostenschuss von Periard.
Warum die Adler Probleme mit dem Toreschießen haben, zeigten sie auch im zweiten Drittel: MacDonald und Kink vergaben aus aussichtsreichster Position und wie man effektiv Eishockey spielt, zeigten dann die Tigers. Das Duo Schönberger/Meloche nutzte den Platz, den ihnen Mannheims Defensive ließ, zum 2:0. Doch nur 43 Sekunden nach diesem Treffer ließen die Tigers den Gegner ins Spiel zurückkommen. Zunächst vertändelte Hahn an der gegnerischen blauen Linie den Puck, anstatt die Scheibe tief zu spielen, und im Gegenzug sah Pätzold beim Schuss von Mauer, der über seine Fanghand ging, nicht gut aus, wobei die Scheibe eine unorthodoxe Flugbahn nahm und möglicherweise noch irgendwie abgefälscht war.
Aber das Spiel sollte nicht mehr kippen, denn die Tigers boten den Fans ein überragendes Schlussdrittel. Zwar drängten die Adler zunächst auf den Ausgleich, aber spätestens nach einer Chance von Röthke in der 48. Minute spielten nur noch die Gastgeber. Zwar blieb der sichere Brathwaite, der so gut wie keine Nachschüsse zuließ, zunächst gegen Röthke und Mapletoft Sieger, aber in der 53. Minute war auch er chancenlos, als der starke Röthke zum 3:1 traf. Damit war die Partie entschieden, denn das Anrennen der Gäste wurde nun immer verzweifelter, und die an diesem Abend sichere Straubinger Abwehr ließ nichts mehr zu. Im Gegenteil: Bei der ein oder anderen Konterchance hatten die Tigers sogar die Möglichkeit, das Ergebnis noch auszubauen, was sie dann 63 Sekunden vor dem Ende in Person von Whitecotton mit einem Empty-Net-Tor auch schafften.
Straubing Tigers: Pätzold - Elfring, Ondruschka; Canzanello, Draxinger; Wilhelm, Osterloh - Corazzini, Mapletoft, Röthke; Goren, Hahn, Stewart; Meloche, Whitecotton, Schönberger; Trew, Baindl, Forster;
Adler Mannheim: Brathwaite - Scalzo, Dietrich; Pollock, Periard; Reul, Cespiva - King, Papineau, Arendt; Robinson, MacDonald, Klinge; Mauer, Kink, Seidenberg; Plachta, El-Sayed, Ritter;
Tore: 1:0 (6:34) Stewart (Draxinger, Goren), 2:0 (30:12) Meloche (Schönberger), 2:1 (30:55) Mauer (Seidenberg, Scalzo), 3:1 (52:29) Röthke (Goren), 4:1 (58:47) Whitecotton (4-6)
Strafminuten: Straubing 10 - Mannheim 10;
Schiedsrichter: Willi Schimm;
Zuschauer: 3821.




Wermutstropfen auf Tigers-Sieg
Pfeiffersches Drüsenfieber: Kapitän Bakos fällt aus

(wel) Es war ein gewaltiger Wermutstropfen in den Freudenkelch der Straubing Tigers nach dem 4:1-Erfolg gegen Mannheim. „Michael Bakos hat uns heute unmittelbar vor der Partie mitgeteilt, dass bei ihm Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostiziert wurde“, so Tigers-Coach Jürgen Rumrich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Die Ausfalldauer des Kapitäns ist nun ungewiss. „Die Ärzte haben gesagt, dass der Virus im Abklingen ist“, so Rumrich. Mit einem schnellen Einsatz ist aber nicht zu rechnen. In jedem Fall hat Bakos nun zwei Wochen Sportverbot, danach muss man sehen, wie lange es dauert. „Ich möchte mich da momentan auf keine Spekulationen einlassen“, sagt Rumrich. „Dafür ist es noch zu früh. Aber ich gehe auf jeden Fall nicht davon aus, dass er die ganze Saison ausfällt.“ Bakos war als Zaungast des gestrigen Spiels ziemlich niedergeschlagen. „Ich muss jetzt einfach abwarten, wie sich alles entwickelt“, so der Verteidiger in einer ersten Stellungnahme. „Ich gebe jetzt auch gar nichts auf Spekulationen, ob das zwei Wochen, vier Wochen oder acht Wochen dauert.“
Der Ausfall von Bakos bedeutet aber nicht eine automatische Verpflichtung von TrainingsgastRyan Caldwell. „Wir müssen uns das genau überlegen“, so Rumrich am späten Freitagabend gegenüber unserer Zeitung. „Die Verteidiger haben alle großartig gespielt gegen Mannheim. Wir werden uns jetzt ein paar Tage Zeit lassen.“ Ebenfalls kommende Woche wird dann eine Entscheidung bei Karl Stewart fallen. Dessen Probevertrag läuft am 31. September aus, mit einem Tor hat er am Freitag noch einmal Werbung in eigener Sache gemacht.

 
 


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