» Straubinger Tagblatt vom 23.09.2010

Frust gemischt mit Optimismus vor Heimspiel gegen Mannheim
„Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger werden“, lautet simpler Rat von Brückner
Verteidiger spielt weiter für Kaufbeuren – Einsatz je nach Situation bei den Tigers
(mir) „Wir haben nicht so schlecht gespielt, wie das Ergebnis letztlich aussah!“ Wenn Tigers-Neuzugang Benedikt Brückner über die 2:5-Heimspielniederlage gegen die Augsburger Panther spricht, schwingen sowohl Frust als auch eine gehörige Portion Optimismus in seiner Stimme mit. „Wir erarbeiten uns viele Chancen, aber dann müssen wir die Dinger auch reinmachen. Wenn wir kein Tor schießen, steht das Spiel immer auf der Kippe. Und irgendwann kriegst du den Gegentreffer“, ärgert sich der Verteidiger. Sein Tipp an das Team lautet daher: „Vor dem Tor kaltschnäuziger werden!“ Denn grundsätzlich sei genug Talent in der Mannschaft vorhanden, so der 20-Jährige: „Man muss nur unser Powerplay anschauen. Das sieht wirklich nicht schlecht aus, wenn Spieler wie zum Beispiel Derek Hahn und Carl Corazzini auf dem Eis sind. Wir lassen den Puck laufen, finden schnell unsere Aufstellung, spielen den Puck schön vors Tor und haben dadurch genug Chancen.“ Brückner selbst musste das Spiel erneut von der Spielerbank aus verfolgen. Als achter beziehungsweise – nach dem Ausfall von Kapitän Michael Bakos – siebter Verteidiger blieb Brückner bis auf ein paar Spielminuten bisher nur die Zuschauerrolle. Verständlich, dass er darüber nicht gerade glücklich ist, aber: „Ich wusste, dass ich im ersten Jahr nicht so viel Eiszeit bekommen werde. Ich muss einfach auf meine Chance warten.“
Dennoch ist es eine ungewohnte Situation für ihn, schließlich war er in den vergangenen beiden Spielzeiten Stammspieler beim Zweitligisten Heilbronn. Seit vier Jahren ist er zudem fester Bestandteil der U18- beziehungsweise der U20-Nationalmannschaft, war zuletzt sogar Kapitän und nahm insgesamt schon an vier Weltmeisterschaften teil. In diesem Jahr wurde der Sportsoldat von Bundestrainer Uwe Krupp sogar zum Sommerlehrgang der A-Nationalmannschaft nach Füssen eingeladen. Und auch DEL-Luft durfte der gebürtige Marktoberdorfer schon schnuppern. Bei den Adler Mannheim spielte der 1,84 Meter große und 77 Kilo schwere Linksschütze seit 2005 in der DNL-Mannschaft und wurde 2006 und 2008 deutscher Nachwuchs-Meister. Für das DEL-Team absolvierte er darüber hinaus drei Partien. Als dann das Angebot eines Zweijahres-Vertrags plus vereinsseitiger Option für eine weitere Saison bei den Tigers kam, konnte er natürlich nicht ablehnen. Seit Juli ist er nun in Straubing – allerdings alleine, da seine Freundin nicht wie zunächst geplant mit ihm nach Niederbayern zog, sondern ein Jahr per Austauschprogramm in Kanada verbringt.
Da für ihn als überzähligen Abwehrspieler derzeit kein Platz im Kader ist, erhielt er eine Förderlizenz für Kaufbeuren und könnte wie schon am vergangenen, für Straubing spielfreien Freitag und am kommenden Wochenende ab sofort fest für den Zweitligisten auflaufen. Dies hängt jedoch von der Personalsituation bei den Tigers ab (siehe Kasten auf dieser Seite). „Ich will unbedingt spielen, das ist im Moment das Wichtigste. Daher ist diese Lösung wohl derzeit am besten“, so Brückner.
Er bedauert allerdings, dass er gerade beim Heimspiel gegen seinen Ex-Club am Freitagabend nicht dabei sein kann. „Ich kenne noch einige Spieler, vor allem die jüngeren wie Dennis Reul oder Matthias Plachta und Marc El-Sayed, mit denen ich in Heilbronn zusammengespielt habe“, erklärt der Verteidiger, der die Stärken der Adler kennt und weiß: „Mannheim hat ein tolles Team und ist top aufgestellt, aber wir können mithalten. Das hat man bei der knappen 1:2-Niederlage am zweiten Spieltag gesehen.“ Und so hofft er auf endlich mehr Abschlussglück und damit einen Sieg der Tigers, damit sich der Funke Frust nach der Derby-Pleite in eine Extraportion Freude verwandelt...


Ex-Düsseldorfer Caldwell als kurzfristiger Ersatz für Bakos?
29-Jähriger der nächste Try-out-Profi bei Straubingern

(wel) Die heftigen Turbulenzen der letzten Wochen in und um die DEL sp ülen auch jetzt noch – einige Wochen nach Saisonstart – vertragslose Cracks auf den Spielermarkt. Und so ist diese Woche erneut ein Spieler ohne Kontrakt bei den Straubing Tigers im Training. Bei Verteidiger Ryan Caldwell handelt es sich wieder um einen Spieler, der eigentlich bei den Kassel Huskies auf das Eis hätte gehen sollen. In den letzten beiden Jahren verteidigte der 29-Jährige für die DEG Metro Stars. „Er hat uns gefragt, und wir haben ihm zugesagt, dass er eine Woche unverbindlich mittrainieren kann. Wir sehen ihn uns jetzt einmal an und dann werden wir am Wochenende weitersehen“, so Trainer Jürgen Rumrich.
Möglicherweise beeinflusst das Ergebnis der weitergehenden Untersuchungen bei Michael Bakos ja auch die Entscheidung. Beim Verteidiger wurden noch einmal weiterführende Bluttests vorgenommen, nachdem er vergangenen Freitag erneut das Training abbrechen hatte müssen. Mit einem Ergebnis ist aber erst am Freitag zu rechnen. Danach wird sich entscheiden, ob und wie lange er ausfällt. Auf jeden Fall ist Bakos morgen im Heimspiel gegen Spitzenreiter Mannheim nicht mit dabei. Ebenso wie Benedikt Brückner, der mit seiner Förderlizenz in der 2. Bundesliga für Kaufbeuren auflaufen wird. „Bevor er bei uns nur auf der Bank sitzt, soll er lieber in der 2. Bundesliga spielen“, erklärt Rumrich. „Wir werden danach immer je nach der Personalsituation bei uns entscheiden, ob er bei uns ist oder in Kaufbeuren.“

 
 


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