» Straubinger Tagblatt vom 03.09.2010

Jeder Einzelne im Team der Tigers sehnt erstes Bully herbei
„Kühler Kopf und heiße Herzen“: Rumrich mahnt Team zum Start zur Besonnenheit
Zum Auftakt heute um 19.30 Uhr am Pulverturm gegen Krefeld alle Mann an Bord
(wel) Die Vorfreude war Tigers-Trainer Jürgen Rumrich am Donnerstag anzusehen. Am liebsten hätte er wahrscheinlich schon gestern die neue DEL-Spielzeit eröffnet. „Wir haben diese Woche konzentriert und gut gearbeitet, hatten eine tolle Trainingswoche und sind jetzt alle heiß darauf, dass es losgeht.“ Die Krefeld Pinguine sollen heute abend (Spielbeginn 19.30 Uhr am Pulverturm) im ersten DEL-Spiel der neuen Saison dies dann auch gleich zu spüren bekommen.
Aber Rumrich weiß auch: „Wir dürfen nicht überdrehen. Wir müssen mit heißem Herzen und kühlem Kopf agieren.“ Denn allgegenwärtig sind noch die Auftaktspiele der vergangenen beiden Jahre: 1:7 gegen Wolfsburg vor zwei Jahren und 0:6 in Hamburg vor einem Jahr, hieß es da. Das soll nicht wieder passieren.
Und immerhin: Im Gegensatz zu diesen beiden Spielen geht man in diesem Jahr mit einem vollständigen Kader ins Auftaktwochenende. Rene Röthke kehrt zurück und spielt im vierten Block an der Seite von Michael Baindl und Max Forster. In der Abwehr wird man weitestgehend mit drei Reihen agieren, Stefan Wilhelm und Benedikt Brückner nehmen dort derzeit die Positionen sieben und acht ein. 
Neuzugang Michael Bakos wird das Team übrigens als Kapitän in die Saison führen (siehe auch nebenstehendes Interview), seine beiden Assistenten sind mit Lee Goren und Sebastian Osterloh ebenfalls zwei Neulinge. „Ich brauche einem Billy Trew, einem Calvin Elfring oder einem Eric Meloche kein C oder A auf der Brust geben. Sie sind im Team ohnehin anerkannt und sagen ihre Meinung. Ich wollte bewusst neue Reize setzen und habe mich deshalb für drei Neuzugänge entschieden“, erklärt Rumrich seine Entscheidung, die er am Dienstag dem Team mitgeteilt hat. 
Die Erkenntnisse aus der Vorbereitung sind nun zum Saisonstart ohnehin hinlänglich bekannt – und unterscheiden sich in der Eintschätzung der meisten Fans kaum in denen des Trainers. „Der Findungsprozess in der Abwehr dauert noch an. Wir haben das diese Woche im Training noch einmal intensiv eingeübt, vor allem müssen die Spieler dort noch mehr miteinander kommunizieren“, findet Rumrich. Auch das im Sturm nun deutlich mehr Talent als im Vorjahr vorhinden ist, sieht Rumrich ähnlich. „Das stimmt. Aber das muss nun auch auf dem Eis nachgewiesen werden. Ohnehin mag ich es nicht, wenn es heißt, dies ist der erste Block und dies der dritte oder vierte. Jede Reihe hat bestimmte Aufgaben und muss diese erfüllen. Wenn das geschieht, werden wir auch erfolgreich sein.“ Dazu gehört auch, „dass wir in Überzahl wieder mehr aufs Tor schießen und mehr Gefahr produzieren. Daran hat es vergangene Woche gehapert. Aber auch das Überzahl ist ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist“, so Rumrich.
Und auch wenn Jürgen Rumrich keine Rechenspielchen mag, wie viele Punkte man wohl in den ersten Saisonwochen holen wird oder kann, so ist auch für den Coach eines ganz klar: „Die ersten drei Zähler sollen und werden heute in Straubing bleiben.“
Die Aufstellung
Straubing Tigers: Pätzold - Bakos, Ondruschka; Elfring, Osterloh; Canzanello, Draxinger; Wilhelm, Brückner - Corazzini, Hahn, Goren; Stewart, Mapletoft, Trew; Schönberger, Whitecotton, Meloche; Baindl, Röthke, Forster.



„Ich bin mir sicher, dass wirdas Zeug zu Platz 10 haben“
Michael Bakos über Kapitänsamt und Druck vor Saisonstart
Michael Bakos heißt der neue Kapitän der Straubing Tigers. Der 31-Jährige wurde von Coach Jürgen Rumrich zum Nachfolger von Billy Trew bestimmt. Im Interview spricht der neue Boss über die Vorbereitung und die ersten Spiele.
Herr Bakos, waren Sie eigentlich überrascht, dass Sie zum Kapitän ernannt wurden?
Michael Bakos: Überrascht eigentlich nicht, denn ich habe ein Vorgespräch mit Jürgen Rumrich geführt, bevor alles offiziell wurde. Ich freue mich auf die Rolle, sehe mich als Bindeglied zwischen den Trainern und den Spielern und werde als Gesprächspartner vermitteln, wann immer es nötig sein wird.
Heute beginnt die Saison. Wie beurteilen Sie die Vorbereitung, die hinter dem Team liegt?
Bakos:Ich habe noch in keinem Team gespielt, das eine perfekte Vorbereitung absolviert hat. Da gibt es immer Höhen und Tiefen. Je länger die Vorbereitung dauert, desto schlechter werden meist die Spiele. Denn jeder ist heiß darauf, dass es endlich los geht.
Ihr heutiger Gegner Krefeld hat aber anscheinend eine perfekte Vorbereitung absolviert...
Bakos:Das ist richtig, aber da war auch ein bisschen Glück dabei. Nichtsdestotrotz erwarte ich, dass die Krefelder heute mit hohem Tempo bei uns spielen werden. Die Pinguine sind eingespielt und haben durch die Siege viel Selbstvertrauen. Aber mit unseren Fans im Rücken bin ich zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen.
Krefeld wird trotz der starken Vorbereitung als Kandidat für die hinteren Plätze eingestuft.
Ist da der Auftakt schwerer, weil man gleich unter Druck steht?
Bakos:Nein, da könnte jetzt auch Berlin kommen. Wir müssen gegen jede Mannschaft viermal antreten, und es ist egal, wann es gegen wen geht. Aber wir wissen auch, dass viele von uns einen Sieg erwarten.
Gehen wir einen Schritt weiter: Erstmals sprechen die Verantwortlichen offiziell von Platz zehn. Entsteht da nicht eine Drucksituation für die Mannschaft?
Bakos:Auch das nicht. Ich denke, dass auch frühere Straubinger Mannschaften immer diesen zehnten Platz vor Augen gehabt haben. Es ist gut, wenn man mit seinen Zielen offensiv umgeht. Natürlich ist es schwierig zu sagen, wo man am Ende landet, aber ich bin mir sicher, dass wir mit dieser Mannschaft das Zeug zu Platz zehn haben.
Interview: Michael Bauer



Sparzwang keine Entschuldigung: Krefeld will Schwung aus Vorbereitung mitnehmen
Lediglich fünf Neuzugänge nach gekürztem Etat – Nur 750 Dauerkarten verkauft
(mir) Es war eine Saisonvorbereitung nach Maß für den ersten Heimgegner der Straubing Tigers. Die Krefeld Pinguine gewannen sowohl das Turnier in Köln als auch in Iserlohn. Insgesamt sieben Siege in sieben Spielen gegen die Ligakonkurrenten Köln und Iserlohn sowie die Zweitliga-Klubs Schwenningen und Bietigheim stehen zu Buche. Mit einer entsprechend breiten Brust kommen die Seidenstädter heute Abend an den Straubinger Pulverturm.
So gut es in der Vorbereitung für die Pinguine auch lief: Die Prognosen für den Saison sind allerdings alles andere als rosig. Nur DEL-Aufsteiger München und Augsburg haben einen kleineren Etat als Krefeld (3,8 Millionen). Mit Berlin, Düsseldorf und Köln mussten trotz der Wirtschaftskrise auch nur lediglich drei weitere Clubs neben Krefeld ihren Etat zurückschrauben. Und auch der Zuschauerzuspruch ist bislang dürftig: Mit 750 Dauerkarten hat man gerade einmal die Hälfte der Anzahl der Tigers erreicht.
Die Neuzugänge
Die Reduzierung des Etats spielte natürlich auch bei der Frage nach den Neuverpflichtungen eine Rolle, nachdem mit Allan Rourke, Jim Fahey, Rob Globke, Serge Payer, David Cespiva, André Huebscher und Lynn Loyns gleich sieben namhafte Spieler den Verein verlassen hatten. Die Verantwortlichen mussten zwangsweise auf billigere Zweitligaspieler wie Justin Kelly (Bietigheim Steelers) und Marvin Tepper (Lausitzer Füchse) setzen. Dazu kommen mit Pascal Zerressen in der Abwehr und Marc Schaub im Angriff zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Namhaftester Neuzugang im dünn besetzten Pinguin-Kader ist Pascal Trepanier, der aus Mannheim geholt wurde.
Der Trainer
Unverändert gegenüber der Vorsaison ist das Trainergespann. Obwohl er keineswegs unumstritten war, wurde Chefcoach Rick Adduono auch in dieser Saison das Vertrauen geschenkt. Spannend wird sein, ob der Kanadier und sein Co-Trainer Reemt Pyka den deutschen Spielern im Gegensatz zum Vorjahr mehr Vertrauen schenken.
Das Saisonziel
Dieses Vertrauen müssen er und sein Team nun nach Platz zwölf in der vergangenen Saison rechtfertigen. Die Verantwortlichen haben ihren Teil erledigt und mit einem finanziellen Gewaltakt den Fortbestand des DEL-Clubs zumindest für diese Spielzeit gerettet. Die Vorbereitung verlief für Krefeld zuletzt mehr als zufriedenstellend. Am Saisonende wird den Pinguinen von Eishockeyexperten allerdings ein Platz am Tabellenende prophezeit. Ihr Coach ist da optimistischer: „Ich wäre am falschen Platz, wenn ich mir nicht generell den Titelgewinn als Ziel setzen würde. Aber realistisch gesehen, will ich das Erreichen der Playoffs.“
Die Bilanz gegen Straubing
Die bisherige Bilanz der Tigers gegen Krefeld macht Grund zur Freude: Gegen keine andere Mannschaft konnte man bislang häufiger auf eigenem Eis gewinnen, insgesamt sechs der vergangenen acht Partien. Zuletzt triumphierte Straubing gleich drei Mal in Folge am Pulverturm.
Die Aufstellung
Krefeld Pinguine: Langkow – Milo, Pavlikovsky; Albers, Trepanier; Akdag, Schopper; Kozhevnikov, Zerressen – Vasiljevs, Pietta, Blank; Hager, Stephens, Endraß; Kelly, Driendl, Tepper; Schaub, Kretschmann;
Ausfälle: Philip Riefers (Schulterverletzung – Einsatz fraglich), Roland Verwey (Handgelenksverletzung – Ausfalldauer ungewiss).

 
 


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