» Straubinger Tagblatt vom 22.03.2010

It's time to say goodbye:
Mit einem Sieg verabschiedet sich Mike Bales nach sechs Jahren aus Straubing
Ramsay und Mapletoft zweifache Torschützen beim 4:3-Erfolg gegen Berlin
(mir) It's time to say goodbye: Mit einer großartigen Leistung und einem verdienten 4:3-Sieg gegen Meisterschaftsfavorit Berlin verabschiedeten sich Torhüter Mike Bales am Sonntag nach sechs Jahren im Tigers-Dress aus Straubing und der Rest des Teams nach der vierten DEL-Saison in die Sommerpause.
Es war einer dieser magischen Momente im Stadion am Pulverturm, der den kanadischen Keeper in Straubing unvergessen machen wird. Gegen die Eisbären Berlin lagen die Tigers nach einer grandiosen Vorstellung bis kurz vor Ende der Partie mit 4:3 in Führung. Es waren noch ein paar Sekunden zu spielen und es gab Bully vor dem Straubinger Gehäuse. Berlin schoss auf das Tor und in jedem anderen Spiel hätte es in diesem Moment 4:4 geheißen. Doch Bales war auch in seinem letzten Auftritt für Straubing von der ersten bis zur letzten Minute zur Stelle und hielt seinem Team mit einem  Monstersave  eine  Sekunde vor Schluss den Sieg fest.  Aber auch alle andreren Tigers-Spieler hatten sich an diesem Nachmittag ein dickes Lob verdient. Nur wenige hatten vor der Partie mit einem Sieg gerechnet, schließlich ist Berlin auch in dieser Saison wieder der absolute Liga-Krösus, gegen den die Tigers in den bisherigen 13 Duellen noch nie einen Dreier verbuchen konnten. Doch dass Straubing gut drauf war, bewies man bereits zwei Tage zuvor in Düsseldorf, als man den amtierenden Vizemeister vom Eis fegte. Im letzten Heimspiel der Saison musste nun der Tabellenführer dran glauben. „Wir wollten uns noch einmal anständig von unseren Super-Fans verabschieden und das ist uns auch gelungen. Wir haben alles gegeben und wollten ihnen einen Sieg schenken", freute sich Coach Jürgen Rumrich über den Erfolg im letzten Saisonspiel.
Glanzparade kurz vor Schluss
Von Beginn an machte Straubing ordentlich Druck und war den Hauptstädtern absolut gleichwertig. Zwei Mal war Bales der Retter in der Not gegen die Berliner, ehe Eisbären-Stürmer Steve Walker bei seinem Comeback nach einer Leistenoperation sein Team doch in Führung brachte. Nach drei Siegen hatte Straubing allerdings genug Selbstvertrauen, um sich davon keinesfalls aus dem Konzept bringen zu lassen.
Und so gehörte das Mitteldrittel dann auch voll und ganz den Tigers, wie auch die 25 zu neun Torschüsse beweisen. Ryan Ramsay, der auch in diesem Spiel wieder bärenstark war und die Saison als Top-Scorer der Tigers beendet, traf zwei Mal für Straubing. Doch die Freude währte nicht lange, denn Berlins Laurin Braun erzielte noch vor der Pause den Ausgleich.
Im letzten Drittel konnte Tyson Mulock die Eisbären sogar in Überzahl in Führung bringen. Dann schlug jedoch die Stunde von Tigers-Stürmer Justin Mapletoft, der nach sieben torlosen Spielen seine Torjägerqualitäten wiederentdeckte und Straubing mit einem Doppelpack den 4:3-Erfolg sicherte.
Am Ende musste auch Eisbären-Coach Don Jackson anerkennend feststellen: „Straubing hat heute eine gute Show geliefert." Und während seine Spieler mit hängenden Köpfen die Eisfläche verließen, feierten die über 4700 Tigers-Fans ihr Team und vor allem Torhüter Mike Bales, der mit seiner Glanzparade kurz vor dem Schlusspfiff einen würdigen Schlusspunkt unter seine Karriere in Straubing und die mit 70 Zählern punktbeste DEL-Saison der Tigers setzte.
Straubing Tigers: Bales - Elfring, Wilhelm St.; Canzanello, Smith; Morin, Röthke - Meloche, Ramsay, Stewart; Trew, Mapletoft, Schönberger; Schnitzer, Whitecotton, Bassen; Retzer;
Eisbären Berlin: Zepp - Roach, Baxmann; Braun C, Hördler; Weiß A. - Mulock T., Rankel, Busch; Hahn, Weiß D., Braun; Mulock T.J., Ustorf, Friesen; Walker;
Tore: 0:1 (9:51) Walker (Pederson, Braun L.); 1:1 (24:11) Ramsay (Stewart, Meloche - 6-4); 2:1 (30:37) Ramsay (Stewart); 2:2 (36:32) Braun L. (Braun C, Rankel); 2:3 (49:49) Mulock T. (Busch - 5-4); 3:3 (52:41) Mapletoft (Canzanello, Schönberger); 4:2 (55:20) Mapletoft (Trew, Canzanello - 5-4);
Strafminuten: 12 - 18;
Schiedsrichter: Bauer/Reichert (Flad, Sauer);
Zuschauer: 4.774..


„Wir haben in Straubing viele Freunde gefunden"
Goalie Mike Bales nach sechs Jahren verabschiedet
(wel) Am Ende waren Taschentücher das am meisten gebrauchte Utensil: Als bei der Abschlussfeier der Tigers nach dem Spiel gegen Berlin Torhüter Mike Bales nach sechs Jahren in Straubing verabschiedet wurde und zur Musik von „Time to say goodbye" die Höhepunkte seiner Tigers-Zeit noch einmal über die Videoleinwände flimmerten, flößen die Tränen am Pulverturm in Strömen. Der emotionale Abschied eines Aufstiegshelden von 2006 und das Ende einer Ära. Das Straubinger Tagblatt unterhielt sich mit dem Mann, der einer der Väter der jüngeren Straubinger Erfolgsgeschichte ist.
Mike, wie war das letzte Spiel im Trikot der Straubing Tigers für Sie?
Mike Bales: „Nach sechs Jahren ist das letzte Spiel natürlich etwas besonderes. Aber ich bin eigentlich kein sonderlich emotionaler Mensch. Deshalb wollte ich einfach nur gut spielen und mich mit einer starken Leistung verabschieden"
Gar keine besonderen Gefühle bei der Verabschiedung?
Bales: „Wie gesagt, ich bin kein sonderlich emotionaler Mensch. Natürlich war es bewegend, aber für mich gilt es nun, den Blick in die Zukunft zu richten."
Wie sieht die Zukunft für Sie aus? Wollen Sie weiter spielen, wieder zurück nach Europa kommen?
Bales: „Ja, eigentlich will ich schon noch weiterspielen. Ich fühle mich noch gut genug, um noch einige Zeit weiterzumachen. Aber ich muss auch schauen, was für meine Familie am besten ist. Es ist jetzt noch zu früh, konkret habe ich mir noch keine Gedanken über die kommende Saison gemacht."
Aber  Sie  wären  auch  gerne  in Straubing geblieben?
Bales:   „Ja, ich hatte hier eine gute Zeit und hätte hier weitergemacht. Der Club hat anders entschieden, das muss man akzeptieren. Wenn man merkt, dass man einen nicht mehr will, dann muss man eben gehen."
Werden Sie auch weiterhin Kontakte nach Straubing haben, wird diese Station in ihrer Karriere für Sie etwas besonderes bleiben?
Bales: „Wir haben hier viele Freunde gefunden, auch abseits des Eishockey und auch durch die Kinder. Nur weil man nun nicht mehr in der Stadt ist, reißt der Kontakt zu Freunden sicher nicht ab. Es waren sechs wunderschöne Jahre mit viel Erfolg, die ich sicher nicht vergessen werde, aber man muss im Leben auch immer nach vorne schauen."

Drei unvergessene Spiele

Was waren die unvergesslichsten Momente und Spiele für Sie im Dress der Tigers?
Bales: „Da fallen mir drei Spiele ein: Das entscheidende Aufstiegsspiel in Bremerhaven. Das bleibt sicher unvergesslich. Dann das Spiel in der 2. Bundesliga gegen Landshut, als ich das Empty-Net-Goal geschossen habe. Und das erste Heimspiel in der DEL gegen Ingolstadt. Das war für uns alle ein tolles Erlebnis mit einer einzigartigen Stimmung."
Hätten Sie vor sechs Jahren, als Sie gekommen sind, gedacht, dass Sie Straubing einmal als quasi etablierten DEL-Standort verlassen?

Bales: „Hätte ich das genau gewusst, dann sollte ich künftig wohl Lottoscheine ausfüllen (lacht). Man weiß nie, was die Zukunft bringt und dass es so gut laufen würde, konnte man nicht vorhersehen. Aber als ich geholt wurde, hat man mir gesagt, dass man mit mir in die DEL aufsteigen will. Dieses Ziel hatte ich vor Augen."



Eric Meloche, Top-Torschütze, dieser Saison, bleibt ein Tiger
Weitere Zusammenarbeit mit Sponsor Hacker-Pschorr
(wel) Für die Fans der Tigers beginnt ab heute die schwerste Zeit des Jahres: Viereinhalb Monate ohne Eishockey. Aber die Verantwortlichen haben auch bei der Abschlussfeier dafür gesorgt, dass die Vorfreude auf die kommende Eiszeit schon jetzt steigt.
Denn mit Stürmer Eric Meloche wurde eine weitere Vertragsverlängerung bekanntgegeben. Mit 22 Toren ist Meloche der Top-Torschütze des Teams in der abgelaufenen Spielzeit. Meloche ist froh, seine dritte Saison in Straubing absolvieren zu können. „Wir fühlen uns in Straubing sehr wohl. Natürlich wäre es ein Traum, wenn wir dann kommende Saison tatsächlich den Sprung in die Playoffs schaffen könnten." Zunächst einmal freut sich aber auch Meloche auf die Sommerpause. „Die Saison ist immer lang und hart und jetzt muss man einfach ein bisschen abschalten." Gleichwohl sieht er optimistisch nach vorne: „Ich freue mich, die Jungs im Sommer wieder zu sehen. Es haben ja auch schon einige verlängert."
Damit sind nun im Prinzip aus dem Kader der abgelaufenen Saison nur noch zwei Personalien fraglich, nämlich die von Rene Röthke und Ryan Ramsay. Alle anderen Spieler haben entweder Vertrag (Elfring, St. Wilhelm, Canzanello, Schönberger, Baindl, Trew), haben bereits verlängert (Draxinger, Whitecotton, Mapletoft, Meloche) oder werden den Club verlassen (Bales, Janka, Morin, Smith, Tremblay, Maloney, Bassen, Retzer, Stewart, Th. Wilhelm, Schnitzer).
Erfreulich sicher ist hingegen die weitere Zusammenarbeit mit Sponsor Hacker-Pschorr. Auch diese Verlängerung um mindestens drei Jahre wurde am Sonntag im Rahmen der Abschlussfeier bekannt gegeben. Dazu Albert Höflinger, Leiter Marketing von Hacker-Pschorr: „Wir freuen uns darauf, den Weg mit den Straubing Tigers weitergehen zu können." Die Marke der Straubing Tigers als typisch bayerischer Club soll gemeinsam weiter ausgebaut werden. „Da gibt es einige-Möglichkeiten", sagt Höflinger. „Wir werden uns in nächster Zeit zusammensetzen und dann schauen, was machbar, gewünscht und finanzierbar ist." Gemeinsam mit Hacker-Pschorr als typisches bayerisches Duo in die Zukunft und in die Playoffs, das fände nicht nur Höflinger eine schöne Perspektive. „Das wäre großartig - aber wir sind auch so mit der Zusammenarbeit bisher sehr zufrieden."

 
 


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