» Straubinger Tagblatt vom 19.03.2010

Beim Freitagsgegner brennt der Baum
DEG feuert Kreis: „Das macht die Aufgabe sicher nicht leichter“, weiß Jürgen Rumrich
Markus Janka gibt heute in Düsseldorf seine Abschiedsvorstellung im Tigers-Tor
(wel) „Wir haben taktisch diszipliniert gespielt und eine solide Vorstellung geboten." Tigers-Trainer Jürgen Rumrich war zufrieden mit seinem Team nach dem Heimsieg am Dienstag gegen Krefeld und das konnte er auch sein.
Ganz anders war die Gefühlslage bei seinem Gegenüber Rick Adduono, der wusste, dass mit dieser Niederlage der Playoff-Zug für sein Team wohl abgefahren ist: „Es ist schwer, Worte zu finden", meinte der Kanadier sichtlich angeschlagen. „Aber man muss Straubing auch loben: Sie haben die gesamte Saison über nicht aufgegeben und sie haben auch heute nicht aufgegeben. Respekt vor diesem Team."
Und aufgeben will man auch vor dem letzten Wochenende nicht. Mit dem Gastspiel in Düsseldorf (heute, 19.30 Uhr, ISS-Dome) und dem Heimspiel am Sonntag gegen Meister Berlin (Spielbeginn aufgrund des letzten Spieltages bereits um 14.30 Uhr) endet die Saison für die Tigers aber denkbar schwer.
Schon vor dem Saisonabschluss gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Berlin ist die Aufgabe bei der DEG nicht leichter. Die Gastgeber kämpfen noch um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs und brauchen deshalb die Punkte. „Das ist eine läuferisch sehr starke Mannschaft, die top besetzt ist", weiß Trainer Jürgen Rumrich. Das Erfolgsrezept ist dementsprechend das gleiche wie am Dienstag: „Wir müssen defensiv gut stehen, bereit sein für harte Arbeit, unsere Positionen halten und von der Strafbank wegbleiben", gibt Rumrich vor.
Noch dazu haben die Metro Stars am Donnerstag, einen Tag nach der 0:1-Heimniederlage gegen Hannover, Trainer Harold Kreis und Co-Trainer Mike Schmidt entlassen. „Das macht die Aufgabe sicher nicht leichter", weiß Rumrich. Bis zum Saisonende übergangsweise hinter der Bande der Rheinländer wird zum zweiten Mal in seiner Amtszeit in Düsseldorf Manager Lance Nethery stehen. „Die Misserfolge der letzten Zeit haben uns zu diesem Schritt gezwungen", erklärte Nethery. „Ich habe keinen Aufwärtstrend mehr erkennen können. Viele Dinge haben unseren Ansprüchen nicht mehr genügt. Wir haben aus den vergangenen 18 Spielen 21 Punkte geholt. Auf die gesamte Saison gerechnet, wären wir mit einer derartigen Bilanz Letzter."
Erst am vergangenen Wochenende war bestätigt worden, dass Kreis die DEG am Saisonende verlassen und
zum DEL-Konkurrenten Adler Mannheim wechseln wird. Zudem soll der Deutsch-Kanadier auch Stürmer Craig MacDonald mit zum DEL-Rekordmeister nehmen, was für zusätzliche Verstimmung in Reihen der Metro Stars gesorgt haben soll.
Aufstellungsmäßig gibt es bei den Tigers keine Überraschungen und ohnehin wenig Alternativen: Im Tor steht in Düsseldorf noch einmal Markus Janka, ehe am Sonntag Mike Bales den Saisonabschluss erhält. Mit den sechs Verteidigern und zehn Stürmern stellen sich die Feldspieler ohnehin fast von selbst auf. Auch der zuletzt überzählige Stürmer Christian Retzer, der nach seiner langen Verletzung zwar seit zwei Wochen wieder zum Kader gehört, aber bisher keine Eiszeit bekam, soll nun noch einmal ran dürfen. „Ich habe es in jedem Fall vor, ihm Eiszeit zu geben", sagt Rumrich. In Düsseldorf wird heute zum Gastspiel der Tigers - ebenso wie am vergangenen Mittwoch gegen Hannover - der Oberrang im ISS-Dome abgehängt und gar nicht geöffnet, da ohnehin nicht mehr als 4 000 Besucher erwartet werden. So will man wenigstens volle Ränge suggerieren und für eine bessere Stimmung sorgen. Nach den jüngsten Niederlagen muss die DEG nicht nur um einen Platz unter den Top vier zittern, sondern für den vermeintlichen Herausforderer von Top-Team Berlin könnte sogar die direkte Playoff-Teilnahme und damit ein Platz unter den ersten sechs noch einmal in Gefahr geraten. Dementsprechend dürfen die Tigers stürmische Gastgeber erwarten, denen man die schon angesprochene taktische Disziplin entgegensetzen will.


„Was heißt zufrieden?"
Justin Mapletoft verlängert bei den Tigers um ein Jahr
(mb) Mit Justin Mapletoft haben die Tigers den nächsten Stürmer für die neue Saison unter Vertrag genommen. Er unterschrieb einen Ein-Jahres-Vertrag. „Er hat sich den neuen Vertrag verdient", sagt Trainer Jürgen Rumrich. „Er ist stark am Bully und in den Zweikämpfen. Zwar war seine Leistung schwankend, das hat jedoch auch damit zu tun, dass er erst spät zur Mannschaft stieß, viel Eiszeit bekam und jetzt auch noch leicht verletzt ist." Im Interview spricht Mapletoft über seinen neuen Vertrag und seine (etwas sehr) hoch gesteckten Ziele.
Justin, Sie spielen auch nächste Saison für die Tigers. War das von Anfang an klar, oder gab es für Sie auch andere Optionen?
Justin Mapletoft: „Das Interesse der anderen Teams war da, aber als ich mit dem Management hier in Straubing verhandelt habe, war ich schnell von dem Weg überzeugt, den man hier einschlagen will. Mir gefällt das Umfeld in Straubing und ich bin der Meinung, dass wir eine gute nächste Saison spielen können."
Aktuell sind Sie Top-Scorer der Mannschaft. Sind Sie zufrieden mit der Saison?
Mapletoft: „Was heißt zufrieden? Zeitweise war ich das. Es gab gute Phasen und schlechte Phasen und über die schlechten war ich natürlich nicht glücklich. Aber das ist Teil des Sports. Im Endeffekt geht es nicht um einen persönlich. Wir gehen alle raus, um zu gewinnen."
Sie selbst haben nun etliche Spiele nicht getroffen. Böse Zungen behaupten, Sie ruhen sich schon auf Ihrem neuen Vertrag aus.
Mapletoft: „Es ist ja nicht so, dass ich keine Chancen gehabt hätte. Schlimmer wäre es. wenn ich mir in den letzten Spielen keine Möglichkeiten mehr herausgearbeitet hätte, aber das habe ich ja. Die letzten Spiele waren aber schon entmutigend für mich. Allerdings bin ich durch den gebrochenen Finger an meiner Schusshand gehandicaped. Natürlich sagen viele Leute immer irgendwelche Dinge. Es liegt aber an mir, meinen Job zu machen."
Wie lange sind sie durch die Verletzung schon gehandicaped?
Mapletoft: „Seit dem ersten Spiel nach der Pause in Krefeld."
Vor dem  Spiel gegen Augsburg hieß es, das Team habe keine Motivationsprobleme. Das Ergebnis auf dem Eis ließ das Gegenteil vermuten. Wie erklären Sie den Fans diese peinliche Leistung?
Mapletoft: „Wir sind alle Profis und unser Job ist es, das Publikum zu unterhalten. Machen wir das nicht, werden sie verständlicherweise sauer - so ist es aber in jedem anderen Job auch. Wenn man ihn nicht richtig macht, gibt es Ärger."
Zwei Spiele stehen noch aus, bei zwei Siegen kann die Mannschaft den bisherigen DEL-Rekord von 68 Punkten brechen. Ist das ein Ziel?
Mapletoft: „Auf jeden Fall möchten wir die Saison mit einer guten Leistung beenden und die beiden Spiele gewinnen, aber die Anzahl der Punkte ist eigentlich nicht so entscheidend. Wir alle gehen doch aufs Eis, um Meisterschaften zu gewinnen. Ansonsten brauchten wir doch unsere Schlittschuhe gar nicht anzuziehen."
Meisterschaft? Sollte das Team in der neuen Saison nicht erst einmal kleine Schritte machen?

Mapletoft: „Natürlich, erst einmal brauchen wir mehr Tore, um weiter nach vorne zu kommen und natürlich ist es schwer zu sagen, wir kommen in die Playoffs. Ich weiß noch nicht, wie unsere Mannschaft nächstes Jahr aussehen wird und es gibt andere Teams, die einen höheren Etat haben. Aber was für uns Eishockeyspieler zählt, ist zu gewinnen, viel zu gewinnen. Als Team wollen wir die Nummer eins sein."



„Dieses Jahr war es wirklich schlimm“
Gsottberger und Co. kutschierten Tigers 30000 Kilometer durch die Republik
(wel) Wenn sich heute morgen um 9.30 Uhr der Mannschaftsbus der Straubing Tigers in Richtung Düsseldorf in Bewegung setzt, dann stehen für Mannschaft, Trainer und Betreuer die letzten rund 1100 Kilometer auf Reisen in dieser Saison an.
Insgesamt waren die Tigers in dieser Spielzeit etwa 30 000 Kilometer zu Auswärtsspielen unterwegs, rund 420 Stunden verbrachte man alleine als reine Fahrzeit auf den Straßen der Republik.
Und für die Fahrer war diese Spielzeit eine ganz besondere Herausforderung. Denn an solch einen Winter kann sich Richard Gsottberger jun. von der Firma Biendl-Reisen mit seinem Team nicht erinnern. „Dieses Jahr war es wirklich schlimm. Scherzhaft habe ich vor der Saison gesagt, dass es früher in der Oberliga viel schlimmer war, als wir immer ins tief verschneite Allgäu fahren mussten." Aber in diesem Jahr musste man ab Dezember fast stetig mit den Tücken des Winters kämpfen, den Auftakt machte hierbei das Auswärtsspiel in Krefeld. Ein Wintereinbruch, den man im Westen der Republik nicht gewohnt war, mit tief verschneiten Autobahnen und in Städten querstehenden Autos. Und so ging es immer weiter: Blitzeis in Berlin, Eisregen in Wolfsburg, Autobahnen, in denen es nur im Schritttempo vorwärts ging usw.
„Aber wir haben die besten Busfahrer der Liga, da brauchen wir uns keine Sorgen machen", lacht Verteidiger Stephan Wilhelm. Und in der Tat: Unfallfrei lief die Saison für die Tigers ab. Und auch pünktlich kam man zu jedem Spiel an. Auch das ist nicht unbedingt selbstverständlich, so gab es in dieser Spielzeit in der DEL zwei Spiele, die später beginnen mussten, weil die Gastmannschaft im Stau stand. „Bei weiten Strecken fahren wir ja häufig einen Tag früher oder so zeitig weg, dass wir genügend Puffer haben", erklärt Gsottberger. Da der Kampf um die Pre-Playoffs für die Tigers bereits beendet ist, spart man sich beim letzten Auswärtsspiel die Übernachtung und reist - ebenso wie am vergangenen Sonntag nach Iserlohn - am Spieltag an.
Stolz ist man bei den Tigers und der Firma Biendl-Reisen auf den nach dem Aufstieg speziell gestalteten Tigers-Bus. „Da sind viele ganz stolz drauf, wenn sie bei Ausflugsfahrten in diesen Bus einsteigen dürfen", erzählt Gsottberger. Denn der Bus ist natürlich zwischendurch auch im normalen Betrieb im Einsatz.
An Komfort fehlt es den Spielern bei ihren Reisen nicht - und auch für die Busfahrer ist es in der DEL deutlich entspannter als zu Zeiten in Liga zwei oder drei. „Man merkt schon, dass das Umfeld viel professioneller ist. Man hat reservierte Parkplätze direkt am Stadion oder vor der Kabine, die Zufahrten sind großräumig und bequem. Das ist schon viel angenehmer als früher", weiß Gsottberger.
Aber genauso, wie Spieler ihre speziellen Lieblingsstadien haben, so hat auch Richard Gsottberger einen Ort, wo er nicht so gerne hinfährt: Das Curt-Frenzel-Stadion in Augsburg. „Die Zufahrt dort ist sehr eng, eher ein Fußgängerweg, mit Bäumen links und rechs, der auch noch steil bergab geht. Für die Fahrer ist das eine echte Herausforderung."
Am Samstag morgen gegen fünf Uhr endet dann auch die Saison für Gsottberger und seine Mannen von Biendl-Reisen. Während die Spieler müde ins Bett fallen, muss erst noch der Bus auf Vordermann gebracht werden und dann geht es in die wohlverdiente Sommerpause. Die freilich ist arbeitsreich, denn die normale Arbeit geht natürlich weiter. Aber wie bei den Fans ist auch bei Richard Gsottberger die Vorfreude spätestens ab August groß, dass es wieder losgeht. „Man ist schließlich mit Herzblut dabei."

 
 


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