» Straubinger Tagblatt vom 17.08.2009

Straubing belegt beim Gäuboden-Volksfestpokal Platz drei
„Das Turnier war ein großer Erfolg“, resümiert Coach Rumrich nach dem 4:2-Sieg über Nürnberg

Augsburg gewinnt Endspiel gegen Ingolstadt und hofft auf „Titelverteidigung im nächsten Jahr"
(mir/wel) Als „einen überaus großen Erfolg" empfand Straubings Chefcoach Jürgen Rumrich den ersten Gäuboden-Volksfestpokal in Straubing, bei dem sein Team nach einem verdienten Sieg über Nürnberg den dritten Platz erreichte.
Und in der Tat: „Die Zuschauer haben vier schöne Spiele gesehen, und auch die Mannschaften waren mit dem Turnier zufrieden", resümierte Rumrich nach der Begegnung gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Dass man in dem Spiel am Ende mit 4:2 die Nase vorne hatte, lag vor allem an der erneut großen Einsatzbereitschaft des Teams und der Tatsache, dass man sich im Gegensatz zum Spiel am Freitagabend an die taktischen Vorgaben des Trainers hielt. „Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was ich ihr gesagt habe. Und wir haben dieses Mal auch nicht zu offensiv agiert und uns damit selbst das Leben schwer gemacht", freute sich Rumrich nach der Schlusssirene.
Dabei sah es gleich zu Beginn nicht gut aus für die Tigers: Nach gerade einmal 79 Sekunden führte Nürnberg bereits mit 1:0 durch Savage, der die Straubinger Hintermannschaft nicht gut aussehen ließ. Der frühe Treffer der Gäste brachte Straubing zunächst aus dem Konzept, befand auch Rumrich: „Nach dem Gegentor waren wir etwas verunsichert und haben den Faden verloren." Zum Glück der Tigers-Fans fand Stephan Wilhelm eben diesen in der 16. Minute wieder und erzielte mit einem Schuss von der blauen Linie den Ausgleichstreffer.
Zweimal Rückstand aufgeholt
Die Tigers steigerten sich fortan kontinuierlich, mussten jedoch zu Beginn des Mittelabschnitts einen Rückschlag hinnehmen, als Nürnbergs Verteidiger Spang im Powerplay die erneute Führung erzielte. Straubing ließ sich davon jedoch nicht beirren, und so war das 2:2 in der 28. Minute die logische Konsequenz. „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat zwei Mal einen Rückstand aufgeholt und stets vollen Einsatz gezeigt", lobte Rumrich.
Im Schlussdrittel mussten die Tigers schließlich auf Eric Meloche verzichten, der einen Schuss auf den Handballen abbekommen hatte. „In einem Punktspiel hätte er weitergemacht, aber heute wollten wir kein
unnötiges Risiko eingehen", erklärte Rumrich. Und auch bei Stürmer Brian Maloney, der in den bisherigen Vorbereitungsspielen aufgrund muskulärer Probleme pausieren musste, konnte er Entwarnung geben: „Er wird diese Woche wieder ins Training einsteigen und am kommenden Wochenende spielen können." Bis dahin wird im Übrigen auch über die Zukunft von Try-out-Spieler Peter Flache entschieden sein. „Wir haben gute Gespräche geführt, aber aus zeitlichen Gründen noch nichts schriftlich fixiert", so Jürgen Pfundtner.
Auch ohne die verletzten Stürmer hatte Straubing in den letzten 20 Minuten mehrere schöne Offensivaktionen und zeigte damit seinen großen Siegeswillen. Neuzugang Karl Stewart hatte den besten Torriecher und bescherte seinem Team mit einem Doppelschlag in der 48. und 58. Minute einen 4:2-Sieg über Nürnberg und somit den verdienten dritten Platz beim Heimturnier.
Augsburg sichert sich Cup
Den Titel sicherte sich bereits am Sonntagnachmittag Augsburg mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg über den ERC Ingolstadt. Die Oberbayern dominierten zu Beginn und führten mit 2:0, ehe Augsburg im Mitteldrittel mit zwei Powerplay-Toren das Match drehte, weil man nicht auf die Provokationen der Ingolstädter einging.
Dementsprechend zufrieden war Augsburgs Trainer Larry Mitchell: „Wir waren laufstärker als der Gegner, deshalb musste Ingolstadt immer wieder Strafminuten nehmen. Ich bin natürlich sehr zufrieden mit der Vorstellung meines Teams an diesem Wochenende, auch wenn man daraus sicher nicht zu viele Rückschlüsse auf die Saison ziehen kann. Im Übrigen finde ich diesen Pokal eine super Sache und hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Wir wären auf jeden Fall wieder dabei."

Clevere Ingolstädter besiegen die Tigers, die in vielen Phasen zu ungestüm agieren
1:3-Niederlage: Kampf bis zum Ende wird gegen Manno-Truppe nicht belohnt
(wel) Vordergründig hätte man nach dem Freitag-Spiel der Straubing Tigers beim Gäubodenvolksfest-Pokal trotz der 1:3-Niederlage gegen Ingolstadt nicht wirklich unzufrieden sein müssen. Zwar fehlten den Gästen ihre beiden Nummer-eins-Verteidiger verletzungsbedingt und sie gewannen verdient, aber die Tigers versuchten bis zuletzt alles, kämpften unverdrossen und hatten sogar ein Schussübergewicht von 47:36 gegen eines der vermeintlichen DEL-Top-Teams in der kommenden Saison.
Doch bei Trainern wie Spieler herrschte Selbstkritik und nicht Selbstzufriedenheit. So stand Trainer Jürgen Rumrich merklich unzufrieden im Kabinengang, und der Eindruck täuschte nicht: „Ich wollte dieses Turnier gewinnen und dazu hätten wir Ingolstadt schlagen müssen. Und das wäre möglich gewesen, denn wir haben mit viel Einsatz und Aufwand gespielt und uns auch Chancen herausgearbeitet. Aber wir müssen einfach cleverer spielen", begründete der Chefcoach seine Unzufriedenheit. „Wir dürfen einfach nicht zu offensiv spielen, denn dann wird der ganze Aufwand nicht belohnt, sondern man wird bestraft." So, wie dies die Ingolstädter vorgemacht haben. Diese spielten cleverer, und als die Tigers beim Stand von 0:0 Mitte des 2. Drittels immer wieder mit drei Stürmern zu tief ins gegnerische Drittel gingen, schlugen sie vorentscheidend zu. Zunächst lauerte Bob Wren am langen Eck, und das 0:2 war dann ein blitzsauberes Kontertor, als die Gastgeber wie erwähnt zu weit aufgerückt waren. „Wir dürfen solche Fehler nicht machen", gab sich auch Stürmer Billy Trew selbstkritisch. „Das müssen wir noch lernen und abstellen." Straubing rannte dann zwar auch im Schlussdrittel unverdrossen an und gab nie auf, einzig das Anschlusstor wollte erst in der 51. Minute durch Schönberger gelingen. Bis dahin vergaben die Tigers gleich mehrfach völlig alleine vor dem guten Gästekeeper Pätzold.
Schon in der 2. Minute vergab Bassen einen Penalty, auch Stewart, Trew und nochmal Bassen brachten völlig frei vor Ingolstadts Torhüter den Puck nicht im Tor unter. Das Tor gab dann zwar noch einmal Auftrieb und die Angriffsbemühungen wurden noch weiter forciert, wobei auch das Publikum den Kampfgeist des Straubinger Teams anerkannte, aber mit dem unglücklichen 1:3 knapp drei Minuten vor Schluss war das Spiel endgültig entschieden. Gästetrainer Bob Manno nahm den Sieg seines Teams äußerlich gelassen hin. „Wir hatten einige fehlende und angeschlagene Spieler, aber die Youngsters haben ihre Sache gut gemacht. Das Team hat hart gearbeitet und sich den Sieg dadurch verdient. Aber wir werden uns bis zum Saisonstart weiter steigern müssen und auch können." Versöhnlich gab sich dann auch bald schon wieder Jürgen Rumrich. „Die Fehler ärgern mich zwar, aber die Mannschaft hat wirklich bis zum Schluss alles versucht, und das muss man auch anerkennen." Die Tigers haben also auch in diesem Testspiel gezeigt, dass sie mithalten können, dass dies dem Trainer und den Spielern aber nicht reicht, ist schon mal ein gutes Zeichen und zeugt von der Einstellung.
Augsburg siegt deutlich
Im Nachmittagsspiel am Freitag besiegten die Augsburger Panther Nürnberg überraschend deutlich mit 7:2 und zogen somit neben Ingolstadt ins Finale ein. Knapp die Hälfte der Spielzeit war die Partie ziemlich ausgeglichen, ehe Augsburg im 2. Drittel mit zwei Powerplay-Toren zum 3:1 die Weichen auf Sieg stellte. Danach waren die Panther die klar spielbestimmende Mannschaft, während sich Nürnberg in der Defensive immer wieder haarsträubende Fehler leistete. Nürnbergs Trainer Andi Brockmann sprach hinterher von „Weiher- und Kleinschüler-Eishockey und einer undisziplinierten und unmotivierten Leistung". Die ausländischen Leistungsträger wie auch die Neuzugänge zeigten sich bei Augsburg hingegen bereits in erstaunlicher Frühform und wirbelten die Abwehr der Franken immer wieder durcheinander.



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