» Straubinger Tagblatt vom 05.09.2008

Straubing startet heute in die dritte DEL-Saison
Die Tigers sind heiß aufs Eis: Trainer Manno baut gegen Wolfsburg auf die Specialteams
Niederbayern reisen zwar mit nur acht Ausländern, dafür aber mit vielen Fans nach Regensburg
(wel) Locker, aber doch angespannt - so kann man die Stimmungslage bei den Straubing Tigers kurz vor dem Saisonstart heute abend in der Regensburger Donau-Arena (Spielbeginn 19.30 Uhr) gegen die Grizzly Adams Wolfsburg auf den Punkt bringen.
„Das ist normal, dass man vor dem ersten Spiel etwas nervös ist", sagt Trainer Bob Manno. „Man weiß nicht recht, wo man steht und man möchte unbedingt aufs Eis. Die letzten ein, zwei Tage vor dem ersten Spiel sind eigentlich am schlimmsten, denn jeder ist heiß und möchte eigentlich sofort los legen." Ähnlich heiß wie die Mannschaft dürften auch die Fans sein. Bis Redaktionsschluss waren bereits mindestens acht der kostenlosen Fanbusse, die von Straubing nach Regensburg eingesetzt werden, ausgebucht, auch der Online Kartenvorverkauf läuft sehr gut.
Schönberger spielt für Voce
Auf dem Eis kommt heute nach der Nicht-Lizenzierung von Tony Voce und der Verletzung von Dustin Whitecotton mit Stürmer Sandro Schönberger von Kooperationspartner Bad Tölz Verstärkung per Förderlizenz. „Er wird im vierten Sturm gemeinsam mit Christian Retzer und Florian Schnitzer auflaufen", sagt Manno über den 21-jährigen Angreifer, der es in der vergangenen Saison in der Oberliga für die Tölzer Löwen auf beachtliche 24 Tore und 29 Assists brachte. Die erste Reihe belässt das Trainergespann wie am Pokalwochenende mit Brian Maloney an der Seite von Eric Chouinard und Eric Melodie. In den zweiten Block rückt Jason Dunham zu Billy Trew und Chad Bassen, die dritte Reihe bilden Dusan Frosch, Thomas Wilhelm und Darin Olver. Die Verteidigungspaare bleiben in den Formationen Lehner/Elfring, Canzanello/Skolney und Klemm/Stephan Wilhelm unverändert.
Sinn für Humor
„Natürlich haben wir uns nicht gewünscht, mit nur acht Ausländern das erste Spiel anzugehen", erklärt Manno, „aber das ändert nichts daran, dass wir gewinnen wollen und können." Einen Vorteil bei seinem Team sieht Manno in den zuletzt schon sehr gut funktionierenden Specialteams. „Das war am Pokalwochenende gut, aber noch mehr beeindruckt war ich beim Mercure-Cup. Da hatten wir drei harte Spiele in drei Tagen und wir haben nur ein Gegentor in Unterzahl zugelassen. Das ist das Level, das ich gern sehen würde, schließlich werden in dieser engen Liga viele Spiele in Über- und Unterzahl entschieden werden." Und bei aller Anspannung, die auch ein erfahrener Trainer wie Bob Manno vor dem Saisonstart noch hat, hat er doch den Sinn für Humor und seine Coolness längst nicht verloren. Auf die Frage, welche Ziele er denn für dieses Wochenende habe, meint der Coach trocken: „Sechs Punkte, denn ich will jedes Spiel gewinnen."

„Dürfen in Straubing keine Punkte liegen lassen", tönt Toni Krinner selbstbewussts
Wolfsburgs Coach haut auf die Pauke und setzt eigenes Team unter Druck
(wel) „Wir sind in der Breite sehr viel besser aufgestellt und haben und in jedem Bereich verbessert. Daher muss Platz zehn unser Ziel sein." Wolfsburgs Trainer Toni Krinner, ohnehin nicht als Mann der leisen Töne bekannt, gibt vor dem Saisonstart seiner Grizzly Adams Wolfsburg bei den Straubing Tigers mächtig Gas.
Und der Coach legt gleich noch nach und setzt sein Team vor dem Saisonauftakt mächtig unter Druck: „Wenn wir Zehnter werden wollen, dürfen wir in Straubing keine Punkte liegen lassen." In die gleiche Kerbe schlägt auch Manager Charly Fliegauf. „Platz zehn ist unser Minimalziel."
So viel Selbstvertrauen kommt freilich nicht von ungefähr. Dank der VW/Skoda-Millionen waren die Wolfsburger in der Lage, den Kader vor ihrer zweiten DEL-Saison nach dem Wiederaufstieg mächtig aufzurüsten. So gelang es den Wolfsburgern beispielsweise, mit Sebastian Furchner und Kai Hospelt zwei überdurchschnittliche talentierte deutsche Spieler von Köln nach Niedersachsen zu lotsen. Aber damit nicht genug: In der Defensive ruhen die Hoffnungen auf den drei hochkarätigen Neuzugängen Marvin Degon (Hamilton/AHL), Jan-Axel Alavaara (neu aus Kloten) und Arvids Rekis vom DEL-Club Augsburg.
Dass aber ein aufgerüsteter Kader mit großen Namen noch keine automatisch guten Leistungen verspricht, mussten auch die Wolfsburger in der Vorbereitung erkennen. Im Schnitt kassierte man in den Testspielen sechs Gegentore im Schnitt, der Tiefpunkt war ein 1:7 in Hamburg. Und nachdem man am Pokalwochenende im ersten Spiel in Dresden mit 1:2 hinten lag, griff Trainer Krinner durch und ließ fünf Spieler auf der Bank schmoren. Der Erfolg stellte sich ein und Wolfsburg erreichte noch das Viertelfinale. Doch so ganz ruhig ist die Lage in der VW-Stadt dann doch nicht. Stürmer Mike Henrich wurde zunächst nach den schwachen Vorbereitungsleistungen noch nicht lizenziert. Offiziell wegen Krankheit, doch in Wahrheit dürften andere Gründe ausschlaggebend sein. Verzichten müssen die Gäste heute auch auf Torhüter Oliver Jonas, der an einer Oberschenkelverletzung leidet. Für ihn wird Backup Daniar Dshunussow das Tor hüten.
Für Tigers-Trainer Bob Manno macht das keinen Unterschied und einen Vorteil für sein Team möchte er darin schon gar nicht sehen. Fraglich ist noch der Einsatz von Verteidiger Svensson. Bob Manno hat jedenfalls Respekt vor dem heutigen Gegner: „Auf dem Papier hat sich Wolfsburg gut verstärkt und sollte deutlich besser als im Vorjahr sein." Und weil die Grizzly Adams sich selten über viele Zuschauer freuen können (im Vorjahr gut 2 330 Fans im Schnitt bei den Heimspielen), hoffen sie heute tatsächlich auf Unterstützung aus Regensburg. „In Straubing hätte uns ein heißeres Match erwartet", wird Trainer Krinner in den Lokalmedien zitiert. „Wir würden die Unterstützung der Regensburger Fans dankbar annehmen." Fast könnte man meinen, mit dem Selbstvertrauen der Wolfsburger ist es vor dem Saisonstart dann doch nicht so weit her...
Die Aufstellungen
Straubing Tigers: Bales - Lehner, Elfring; Skolney, Canzanello; Klemm, Wilhelm St. - Maloney, Chouinard, Meloche; Bassen, Dunham, Trew; Olver, Wilhelm Th., Frosch; Schönberger, Retzer, Schnitzer; Menauer
Ausfälle: S Dustin Whitecotton (Schulterverletzung);
Grizzly Adams Wolfsburg: Dshunussow - Degon, Danner: Rekis, Macholda; Svensson, Alavaara; Genze, Gleich - Magowan, Papineau, Milley; Furchner, Ulmer, Morczinietz; Regan, Green, Höhenleitner; Zurek, Hospelt;
Ausfälle: T Oliver Jonas (Oberschenkelverletzung), S Mike Henrich;
SR: Georg Jablukov (Berlin).

Aktuelles Interview
„Will Vorbild auf und neben dem Eis sein"

Eric Meloche über seine neue Rolle als Kapitän und seine Saisonziele
(mir) Seit dem Pokalwochenende ist es offiziell: Eric Meloche löst Verteidiger Josef Lehner als Kapitän ab und führt die Tigers durch die Saison 2008/09. Das Straubinger Tagblatt hat sich mit dem kanadischen Stürmer über seine neue Rolle in der Mannschaft unterhalten:
Mister Meloche, erst einmal Glückwunsch zu Ihrer Ernennung zum Kapitän der Straubing Tigers. Waren Sie von der Entscheidung der Trainer überrascht?
Eric Meloche: „Ehrlich gesagt schon ein bisschen. Es ist erst mein zweites Jahr in Straubing und in der DEL. Außerdem war ich in meiner bisherigen Karriere noch nie Kapitän. Aber ich freue mich, dass ich von Bob Manno das Vertrauen bekommen habe."
Was wird Ihrer Meinung als Kapitän von Ihnen während der Saison erwartet?
Meloche: „Wenn man Kapitän ist, hat man natürlich mehr Verantwortung auf dem Eis und in der Kabine zu tragen. Ich habe mich auch schon in der vergangenen Saison als einer der Führungsspieler gesehen, daher ist es keine so große Umstellung für mich. Das Wichtigste ist, dass ich weiterhin hart auf dem Eis arbeite und somit ein gutes Vorbild für meine Teamkameraden bin."
Sowohl Trainer als auch Spieler ziehen ein positives Fazit über Vorbereitung. Wie zufrieden sind Sie mit den bisher gezeigten Leistungen?
Meloche: „Es herrscht eine gute Stimmung und die Kommunikation unter den Spielern ist sehr gut. Ich denke in der Tat auch, dass unsere Mannschaft schneller und besser ist als in der vergangenen Saison. Außerdem haben wir es bisher auch sehr gut geschafft, wenn Probleme auf dem Eis auftraten, diese schnell in den Griff zu bekommen."
Das klingt sehr viel versprechend. Welche Ziele setzen Sie sich denn konkret für Ihre Sturmreihe?
Meloche: „Meine Reihe mit Eric Chouinard und dem dritten Mann will natürlich versuchen, gut defensiv zu spielen, besser zu sein als in der vergangenen Saison und viele Punkte und Tore zu machen."
Und was sollte das Ziel für das ganze Team sein?
Meloche: „Man muss natürlich vorsichtig sein. Wir hatten in der Vorbereitung mit Nürnberg nur einen Gegner aus der DEL. Gegen den waren wir defensiv allerdings sehr gut aufgestellt und haben einige Tore gemacht. Mehr Spiele gegen DEL-Teams wären sicherlich besser gewesen, um zu sehen, wo man leistungstechnisch steht. Es lief bisher gut für uns, aber man weiß nie, was während einer Saison passiert. Da kann sich das Blatt sehr schnell wenden."
Und noch eine letzte Frage: Sie haben sich vor knapp zwei Wochen während eines Spiels die Nase gebrochen und mussten operiert werden. Wie verläuft der Heilungsprozess?
Meloche: „Mit meiner Nase ist alles klar, keine Sorge!"

Pfundtner sieht keine Zukunft für Tony Voce in Straubing
Spieler hofft immer noch - Menauer sucht neuen Club
(wel) Personalien spielten in der Woche vor dem Saisonstart eine besondere Rolle bei den Straubing Tigers, gleich hinter mehreren Spielern stand ein Fragezeichen. Tony Voce hat sich im Gespräch mit einer Wolfsburger Lokalzeitung zu seiner Situation in Straubing zu Wort gemeldet und wird dort folgendermaßen zitiert: „Ich hoffe, es kommt noch zu einem Gespräch mit dem Trainer und Manager. Ich habe die Klasse, um in der DEL zu spielen. Aber die Entscheidung liegt nicht bei mir. Ich hoffe, dass ich eine Lizenz bekomme." Außerdem trainiere er hart und habe eine gute Vorbereitung gespielt. Darauf angesprochen gibt sich Trainer Bob Manno eher bedeckt und verweist erneut darauf, dass man Voce nicht als Spieler für die vierte Reihe verpflichtet habe, während der sportliche Leiter Jürgen Pfundtner klar macht, dass es für Voce keine Zukunft in Straubing gebe und das Thema durch sei. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren und der sportliche Leiter ist auch optimistisch, schon in Bälde Ersatz präsentieren zu können.
Auch Sepp Menauer spielt in den Planungen der Tigers keine große Rolle mehr, ist auf der Suche nach einem neuen Club und hat Kontakte in die 2. Bundesliga. „Wenn er einen Club findet, bei dem er mehr Spielpraxis erhalten kann, dann werden wir ihm keine Steine in den Weg legen und ihn in seiner Entwicklung nicht behindern, denn wir denken, dass es für ihn besser ist, wenn er irgendwo mehr Eiszeit erhält", so Pfundtner. Ein anderer hat hingegen seine Chance genutzt: Verteidiger Andy Canzanello. Sein Try-out-Vertrag wurde rechtzeitig vor Saisonstart in einen regulären Jahresvertrag umgewandelt. „Trainer Bob Manno, Co-Trainer Jürgen Rumrich und ich haben uns diese Woche zusammengesetzt und dies einhellig beschlossen", so Jürgen Pfundtner. Dies kam nicht mehr überraschend, schon während der gesamten Vorbereitung fand die sportliche Leitung lobende Worte für Fitness, Einstellung und Leistung des Verteidigers.



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