» Straubinger Tagblatt vom 19.07.2008
Nach dem Eisstadion-Brand
„Arbeiten mit Hochdruck“, verspricht Gabi Sennebogen
Anzahl der Vorbereitungsspiele bleibt - Riss in Piste
(mir) Auch eineinhalb Wochen nach dem Brand im Eisstadion am Pulverturm sind die Schäden noch nicht abzuschätzen. Zwar konnte mittlerweile bei der Dachkonstruktion Entwarnung geben werden, doch nun wurde ein Riss in der Piste entdeckt. Am gestrigen Freitag wurde mit einer genaueren Untersuchung begonnen, die zuständigen Mitarbeiter des Hochbauamts waren zu einer ersten Stellungnahme allerdings nicht erreichbar.
Marketingleiterin Gabi Sennebogen ist angesichts immer neuer Probleme frustriert: „Wir in der Geschäftsstelle machen seit einer Woche nichts anderes als mit Gutachtern, Rechtsanwälten etc. zu telefonieren. Bis nicht alle Untersuchungen abgeschlossen sind, können wir aber weder die Dauer der Renovierungsarbeiten noch die Kosten, die sowohl auf die Stadt als auch auf die Tigers GmbH zukommen werden, abschätzen."
Die Kosten, für die die Tigers GmbH aufkommen muss, betreffen in erster Linie die anfallenden Trainings- und Spielkosten durch die Verlegung in ein anderes Eishockeystadion und die drei Videoleinwände, die Eigentum der Tigers sind. Am gestrigen Freitag kam bereits eine Spezialfirma aus Erlangen an den Pulverturm, um die Videowalls abzunehmen und zu reinigen, denn erst danach kann ein Gutachter die genauen Schäden ermitteln.
Da man trotz aller Bemühungen von mehreren Wochen ausgehen muss, in denen das Stadion nicht benutzt werden kann, kümmerten sich die Tigers in Person von Teammanager Jürgen Rumrich sofort nach dem Brand um eine Ersatzspielstätte, die mit der Donau-Arena in Regensburg auch schnell gefunden war. Und so kann man bei all den Ungewissheiten um das heimische Stadion zumindest in Sachen Training und Vorbereitungsspiele Entwarnung geben. „Es wird höchstwahrscheinlich die gleiche Anzahl an Vorbereitungsspielen geben wie geplant. Jedoch kann es sein, dass manche an anderen Tagen oder zu anderen Anfangszeiten stattfinden", freut sich Rumrich über einen ersten Teilerfolg, schildert aber auch die Schwierigkeiten: „Wenn wir an einem bestimmten Tag spielen wollen, dann heißt das für die Regensburger Badebetriebe GmbH, den Betreiber der Donau-Arena, dass sie einiges verschieben muss. Schließlich steht das Stadion ja nicht die ganze Zeit leer."
Daher werden auch auf die Tigers-Spieler unerwartete Strapazen in Form von ungewohnten Trainingszeiten zukommen, wie Sennebogen erklärt: „Es wird kein Spaß für die Spieler, da wir uns mit dem Training auch nach den anderen Benutzern der Halle richten müssen." Stünden Datum und Uhrzeit sowohl für das Training als auch für die Spiele endgültig fest, dann könne man sich Gedanken machen, inwieweit die Fanbeauftragten oder vielleicht Sponsoren Busse nach Regensburg organisieren, so Sennebogen.
Eine in den vergangenen Tagen viel diskutierte Frage unter den Tigers-Fans betraf die Modalitäten für Besitzer einer Dauerkarte. Die Vorbereitungsspiele seien im Preis enthalten, jedoch müsse man nun eine weitere Fahrt dahin in Kauf nehmen, so die Beschwerde einzelner Fans. Gabi Sennebogen stellt den Sachverhalt klar: „Die Dauerkarten beinhalten alle Spiele der Hauptrunde, wobei drei Partien gratis sind. Die Vorbereitungsspiele wur-den von der Tigers GmbH sozusagen zusätzlich als Bonus hinzugerechnet."
Trotz der derzeitigen Komplikationen hofft sie auf Verständnis unter der Fans und appelliert an ihren „Teamgeist": „Ich bitte die Dauerkartenbesitzer und alle anderen Fans um Verständnis. Dieser Vorfall wurde von uns nicht mutwillig herbeigeführt, ganz im Gegenteil: Durch den Brand entstehen der GmbH unglaubliche Kosten. Das Geld hätten wir lieber in andere Dinge investiert. Die Tigers-Fans sind uns in all den Jahren immer so treu zur Seite gestanden, dass wir sie einfach bitten, uns auch jetzt in diesem Fall zu unterstützen. Gemeinsam können und werden wir auch diese Krise bewältigen!"
Ob und inwieweit nicht nur die Vorbereitungs-, sondern vielleicht auch die ersten Saisonspiele von den Folgen des Brandes betroffen sein werden, ist bislang noch unklar. Daher ist auch noch keine Entscheidung gefallen, ob die Partien ebenfalls in der Donau-Arena ausgetragen oder Spiele getauscht werden würden, so dass die Tigers in den ersten Saisonwochen nur Auswärtspartien zu bestreiten hätten. „Wir haben der DEL den Brand gemeldet. DEL-Geschäftsführer Gernot
Tripcke weilt derzeit allerdings im Urlaub und daher konnten wir noch nicht klären, inwieweit die DEL mit möglichen Spieltauschen einverstanden wäre", erklärt Sennebogen.
Sobald es diesbezüglich und auch alle anderen Maßnahmen betreffend neue Informationen gebe, werde man die Öffentlichkeit darüber informieren, so die Gesellschafterin. „Momentan müssen aber auch wir abwarten, was die Untersuchungen und Gutachten ergeben. Eines dürfen mir aber alle glauben: Jeder arbeitet mit Hochdruck."



Erfahrener Mann - als Center und Außen
29-jähriger Brian Maloney ist sicherlich ein Wunschspieler der Straubing Tigers
(wel) Brian Maloney hätte fast für ein Novum gesorgt. Denn der 29-jährige Stürmer ist nach Verteidiger Matt Kinch vor zwei Jahren erst der zweite Ausländer in der Geschichte der Straubing Tigers, der direkt von einem DEL-Club in den Gäuboden wechselt. Und da dieser Wechsel bereits seit Januar feststand, lässt sich daraus schließen, dass Maloney zum einen ein Wunschspieler der Tigers war und Straubing sich mittlerweile in der Szene auch einen Namen gemacht hat und Maloney zum anderen bei seinem bisherigen Club Krefeld nicht hundertprozentig glücklich war.
Ersteres bestätigen sowohl Geschäftsführer Jürgen Pfundtner, wie auch Trainer Bob Manno: „Wir haben Maloney längere Zeit beobachtet. Er hat in seinem ersten Jahr in der DEL sehr gute Ansätze gezeigt", so Pfundtner und Manno ergänzt: „Seine Stärken liegen im kämpferischen und läuferischen Bereich, sowie im Spielaufbau. Sein Vorteil: Er verfügt über ausreichend Erfahrung, auch in der Liga und kann sowohl Center wie auch Außen spielen."
Bei zweiterem gibt sich Maloney selbst eher diplomatisch. „Ich hatte teilweise wirklich tolle Nebenleute in meiner Reihe, aber die Situation -auch in der Kabine - war nicht immer einfach." In seinem ersten Jahr in Europa kam Maloney in Krefeld schwer in Tritt, steigerte sich dann aber. „Ich musste mich am Anfang erst umstellen. In Europa bin ich als Ausländer viel offensiver eingeplant als zu Hause in der AHL. Daran musste ich mich erst gewöhnen. Auch die Regelauslegung war neu, deshalb saß ich oft auf der Strafbank."
Zur Mitte der Saison hin war Maloney dann aber ein echter Leistungsträger, mischte gemeinsam mit Nebenmann Ryan Ramsay die Liga auf, fiel dann aber am Ende wieder ab, als klar war, dass das Krefelder Team auseinanderfallen und auch Maloney den Club verlassen würde. Trotzdem kam er am Ende auf ordentliche 38 Punkte (10 Tore/28 Assists). Im Straubinger Team wäre er damit nach Chouinard und Meloche der drittbeste Scorer gewesen. Auch seine Plus-/Minusbilanz kann sich mit +6 sehen lassen.
Vor seiner Zeit in Krefeld war Maloney fünf Jahre in der AHL (Chicago und Binghamton) am Puck, davor im College an der Michigan State University. Den Sprung in die NHL schaffte er nie, wurde stets frühzeitig ins Farmteam geschickt. In Straubing hat der in Bassano/ Alberta geborene Kanadier einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben und er hat keine Bedenken, dass er diese Entscheidung einmal bereuen wird. „Ich habe mich lange mit Bob Manno unterhalten und denke, dass er ein sehr guter Trainer ist. Außerdem gefällt mir das, was ich bisher von der Stadt und den Fans kenne, sehr gut." Wie er nun in Straubing genau eingesetzt wird, wird erst das Trainingslager zeigen, Möglichkeiten gibt es mehrere. „Center oder Außen im zweiten Block ist wohl die wahrscheinlichste", sagt Maloney selbst, der sich aber auch den Sprung in den ersten Block zutraut.


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